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Heimat- und Geschichtsverein will mit Wettbewerb Liebe zu Sprockhövel zeigen

Sprockhövel. : Wettbewerb soll Liebe zu Sprockhövel zeigen

Heimat- und Geschichtsverein will „Verborgene Schätze“ der Stadt ans Licht holen.

„Jeder hat in Sachen Kostbarkeiten eine eigene Sicht der Dinge. Vor allem, wenn sie mit Kinderaugen gesehen werden“, sagt Sven Henkel, Vorstandsmitglied des Sprockhöveler Heimat- und Geschichtsvereins (HGV) und Koordinator des Fotowettbewerbs „Sprockhövels verborgene Schätze“. Nachdem im vorigen Jahr zur Premiere „Ruhrsandstein“ das Thema war, veranstaltet der HGV die Konkurrenz in diesem Jahr zum zweiten Mal und hat jetzt zwei Altersgruppen eingerichtet: eine von 9 bis 15 Jahren und die andere für Jugendliche und Erwachsene ab 16 Jahren.

Bis zum 30. April dürfen Hobby-Fotografen bis zu drei Fotos einsenden: unter der E-Mail-Adresse wettbewerb@hgv-sprockhoevel.de. „Die Fotos landen dann bei mir und werden hier gesammelt, bevor sie nach dem 30. April an die dreiköpfige Jury gehen“, sagt Henkel und legt Wert auf die Tatsache, dass die Bewertungskommission mit den HGV-Mitgliedern Christa Herrmann, Werner Hammerschmidt und Josef Kazor nicht wissen, wer sich hinter dem jeweiligen fotografischen Kunstwerk verbirgt. „Durch die Anonymität soll größtmögliche Objektivität bei der Verteilung der Preise gewährt bleiben“, so Henkel, der versichert, dass die Fotos bis zur Preisverteilung auch von Außenstehenden nicht besichtigt werden können.

Für die jungen Fotografen gibt es auf den drei ersten Plätzen Geldpreise zwischen 50 und 100 Euro und eine Powerbank. Bei den Erwachsenen werden Preise zwischen 50 und 150 Euro ausgelobt, wobei die glücklichen Gewinner sich jeweils ein Buch aus dem Angebot der Heimatstube an der Hauptstraße in Niedersprockhövel auswählen dürfen.

Erste Einsendungen beziehen sich auf Bergbau-Vergangenheit

Hier warten beispielsweise die „Chronik von Sprockhoevel“, die von Karin Hockamp und Christian F. Seidler aufbereiteten und reich bebilderten Aufzeichnungen von Amtmann Thomas Noelle auf die Gewinner. Oder Kurt Pflägings „Steins Reise durch den Kohlebergbau an der Ruhr“ und ein Band über die „Bergisch Märkischen Goldwaagen“.

Im Mai und bis zum 5. Juni haben die Juroren Zeit, ihre Entscheidung zu treffen. Beim Sommerfest des HGV werden dann die vergrößerten Lichtbilder verhängt aufgestellt, ehe sie anlässlich der Preisverteilung feierlich enthüllt werden.

Die von den Fotokünstlern abgelichteten „verborgenen Schätze“ beziehen sich, das wird schon bei der ersten Sichtung der bisher eingegangenen Einsendungen deutlich, zum großen Teil auf die Bergbau-Vergangenheit Sprockhövels, das ja als die Wiege des Ruhrbergbaus gilt. Geheimnisvolle Eingänge zu den feuchten Erbstollen sind zu sehen, aber auch Einzelgegenstände, die – obwohl sichtbar – von den Vorübergehenden kaum beachtet werden. Aber auch Blicke auf die grünen Auen und die landschaftlichen Schönheiten rund um die Stadt  sind zu sehen.

„Noch hält sich die Zahl der Einsendungen in Grenzen“, stellt Sven Henkel fest. „Aber wir haben beispielsweise die Lehrer an den Schulen angesprochen und hoffen, dass die ihre Schüler für das Mitmachen begeistern werden.“ Schließlich lohnt es sich ja nicht nur, sondern soll allen Teilnehmenden auch viel Spaß bringen. Dabei ist es übrigens gleichgültig, ob die Fotos mit einer Kamera oder mit dem Handy geschossen werden. „Handy-Fotos haben ja inzwischen eine sehr hohe Bildqualität.“

„Es wäre schön, wenn mithilfe dieses Wettbewerbs viele junge Menschen die Liebe zu ihrer Sprockhöveler Heimat entdecken würden“, sagt Edgar Tönges, eines der aktiven älteren Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins Sprockhövel.