Haßlinghauser Kirchgeldladen bietet Selbstgefertigtes an

Haßlinghauser Kirchgeldladen bietet Selbstgefertigtes an

Mit dem Projekt verdienen Ehrenamtliche Geld für Investitionen der Gemeinde.

Haßlinghausen. Ein Schild und die weit geöffnete Tür wirken einladend auf die Besucher, die an der Evangelischen Kirche Haßlinghausen vorbei flanieren. Bereits im Vorraum begrüßen dann selbst gemachte Holzfiguren und Weihnachtsdekorationen die Kunden, die neugierig in die Kirche gekommen sind.

Dort sind — vor den Bänken — Tische aufgestellt, auf denen zum Beispiel frisch gebackenes Spritzgebäck, Marmeladen und Honig von einem Sprockhöveler Imker zu sehen sind. Gehäkelte Mützen und originelle Türstopper in Eulenform ergänzen das vielseitige Angebot.

Zum achten Mal lädt der Kirchgeldladen der evangelischen Kirche Haßlinghausen während der Adventszeit zum Stöbern ein. Wer die Kirche betritt, um den Laden zu sehen, den empfängt direkt eine wohlige Wärme und eine gemütliche Stimmung. Über den Verkaufstischen sind Seile gespannt, an denen Sterne und andere weihnachtliche Deko-Artikel hängen. Eine Lichterkette leuchtet.

„Alles, was es hier gibt, ist selbst gefertigt“, sagt Mitarbeiterin Ingrid Ostholt und deutet auf die liebevoll hergerichteten Verkaufstische. Sie und ihre Kollegin Brigitta Heiermann sind heute im Laden und wechseln sich im Laufe der Adventszeit mit weiteren 20 Kollegen ab. Die gebastelten, gestrickten und gebackenen Waren kommen zum Großteil von den Mitgliedern des Kirchgeldladens.

„Die selbst gestrickten Socken gehen immer weg wie geschnitten Brot“, sagt Ostholt lachend. Auch das Spritzgebäck sei wie jedes Jahr ein echter Verkaufsrenner. Sehr begehrt ist auch das selbst erstellte Buch „Rezepte aus dem Kirchgeldladen“. „Gerade ist das letzte Exemplar verkauft worden“, freut sich Heiermann.

Stammkundin Anita Altenhein interessiert sich für die Dekoration und besonders für die originellen Eulen. Sie liebt die Stimmung im Kirchgeldladen: „Toll, wenn ich hier reinkomme, geht mir das Herz auf. Allein schon, weil es hier so mollig warm ist“, sagt sie.

Dass das eingenommene Geld der Kirche zugutekommt, hält Anita Altenhein für sinnvoll: „Was die damit alles gemacht haben — fantastisch!“ So wurden zum Beispiel die Sitzkissen in der Kirche erneuert und eine Behindertenrampe gebaut.

Dieses Jahr sollen die Einnahmen ein kabelloses Mikrofon für den Pfarrer und den Grünschmuck der Friedhofskapelle finanzieren. „Bis jetzt läuft der Verkauf sehr gut“, sagt Barbara Stock, Presbyterin der Gemeinde und Mitarbeiterin im Kirchgeldladen.

Nur ein Wermutstropfen trübt die Freude. Initiatorin Marlis Berger ist dieses Jahr verstorben. „Wir machen in ihrem Sinne weiter“, sagt Stock.

Mehr von Westdeutsche Zeitung