Haßlinghausen: DRK - Blutspender trotzen der Hitze

Haßlinghausen: DRK - Blutspender trotzen der Hitze

Beim Termin in Haßlinghausen gab es diesmal keine Sommerflaute. Blut wird gerade in der Ferien-und Reisezeit oft knapp.

Haßlinghausen. Montag, kurz nach 19 Uhr in der Sporthalle. Während der Nachmittag beim Blutspendetermin des DRK schleppend verlaufen ist, sind jetzt kurz vor Ende alle Bänke belegt.

Bei Tobias Nickel (13), jüngster Ehrenamtlicher der DRK Ortsgruppe, lassen sich weitere Spender registrieren, ehe es mit Fragebogen zu Vorerkrankungen oder Reisen einen Tisch weiter zu den Profis des Blutspendedienstes West geht. Dort werden noch Temperatur und HB-Wert kontrolliert.

"Es läuft doch", strahlt Karin Stieber vom Ortsverein, seit 35 Jahren Mutter der Kompanie bei den Haßlinghauser Blutspendeterminen. Sie hatte schon ein "schwaches Ergebnis" befürchtet.

Liegt es an der Hitze? Vor allem jüngere Spender zwischen 30 und 50 Jahren sind gekommen. Das sei an diesem Ort generell auffällig, meinen die Hauptamtlichen.

"Ich versuche tatsächlich viermal im Jahr zu kommen, schließlich möchte ich auch, dass mir geholfen wird, wenn ich mal Blut brauche", beschreibt Thorsten Kämper seine Motivlage.

Blutspenden ist Ehrensache lernt der Erstspender und ist überrascht, dass man angeben muss, ob das Blut benutzt werden darf oder nicht. "Oft wird im Kollegenkreis gespendet, da muss sich niemand eine Blöße geben, wenn er vielleicht nicht mehr dürfte", erklärt Ärztin Almut Quabeck.

Ihre obligatorische Frage, wie viel man denn getrunken hat, stellt sie bei dieser Hitze besonders eindringlich. Erst wenn sie grünes Licht gibt, dürfen die Spender zur Ader gelassen werden.

Häufigster Ausschlussgrund sind ein zu niedriger Eisenwert, Arztbehandlungen oder Auslandsaufenthalte in den vergangenen Wochen, wo man sich eine Infektion geholt haben könnte.

17 von 156 Spendewilligen durften diesmal nicht. "Ein normaler Wert", sagt Quabeck und schickt den nächsten Spender vorher zum Colatrinken, um den Kreislauf aufzupeppen. "Bei Erstspendern sind wir besonders vorsichtig, da ist das oft ein psychologisches Problem." Auch diesmal geht alles glatt.