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Grippewelle erreicht den Ennepe-Ruhr-Kreis

Grippewelle erreicht den Ennepe-Ruhr-Kreis

Verwaltung meldet mehr Erkrankungen als im Vorjahr.

EN-Kreis. Derzeit grassiert die Grippewelle im EN-Kreis. Im Januar und Februar wurden dem Fachbereich Soziales und Gesundheit aus den neun kreisangehörigen Städten 443 Fälle gemeldet. 61 im Januar und 382 im Februar. Zum Vergleich: Im gesamten letzten Jahr waren es 205 gewesen.

Ein Blick in die Statistik verrät weitere Details. In Breckerfeld erkrankten in den ersten zwei Monaten 17 Menschen an der Grippe, 2017 waren es in zwölf Monaten lediglich 4. Ennepetal meldet 75/44, Gevelsberg 62/31, Hattingen 89/25, Herdecke 16/7, Schwelm 16/4, Sprockhövel 88/25, Wetter (Ruhr) 16/5 und Witten 64/60 Erkrankte. Mit 208 zu 235 Betroffenen halten sich Frauen und Männer fast die Waage. 4 von 10 sind zwischen 18 und 65 Jahren, 2 von 10 zwischen 0 und 6 sowie 7 und 17 Jahren.

Mit einer kurzfristigen Entspannung ist nach Einschätzung von Silke Gernebrodt vom Fachbereich Soziales und Gesundheit nicht zu rechnen. „Die Grippezeit kann bis in den April hineinreichen.“

Schutz vor der Influenza bietet nur eine Impfung. „Das Robert-Koch-Institut hat erst kürzlich für Risikogruppen den tetravalenten Impfstoff empfohlen, der gegen mehrere Influenza-Stämme schützt“, so Gernebrodt. Besonders im Blick hat sie Ältere und chronisch Kranke, deren Immunsystem aufgrund des Alters oder einer chronischen Erkrankung geschwächt ist. Auch Menschen, die beruflich häufigen Kontakt mit anderen Menschen haben, empfiehlt sie die Impfung.

Außer der Impfung kann richtiges Verhalten das Risiko reduzieren sich anzustecken. So lohnt es sich, regelmäßig die Hände mit Seife zu waschen oder — wo möglich — zu desinfizieren. Größere Menschenansammlungen sollten gemieden, auf das häufige Händeschütteln verzichtet werden. „Auch ein Spaziergang an der frischen Luft kann helfen, das Immunsystem zu stärken“, so Gernebrodt. Und wer bereits hustet oder niest, der sollte statt der Hand die Ellenbeuge vor das Gesicht halten, um Erreger nicht weiter zu verbreiten. In diesen Fällen ist zudem der Hausarzt die richtige Adresse für die individuelle Beratung und Impfung. Informationen gibt es auf der Seite des Robert-Koch-Instituts.

rki.de