Natur und Umwelt: Glückauf-Trasse soll schöner werden

Natur und Umwelt : Glückauf-Trasse soll schöner werden

Ausschuss berät Masterplan zur Glückauf-Trasse. Stadt und Trägerverein sollen nun Prioritätenliste erstellen.

Die Planungen zur Verschönerung der Glückauf-Trasse gehen in die nächste Etappe. Der Ausschuss für Umwelt, Verkehr, öffentliche Sicherheit und Ordnung nahm am vergangenen Donnerstagabend den Masterplan zur Kenntnis und stimmte einstimmig dafür, die Pläne für die Verschönerung der Trasse fortzuführen. Zugleich dankte der Ausschuss dem Trassenverein ausdrücklich für dessen Engagement in der Sache. Im nächsten Schritt sollen der Verein und die Stadtverwaltung die von einem Ingenieurbüro vorgeschlagenen Verbesserungsvorschläge bewerten, priorisieren und auf ihre Umsetzbarkeit prüfen. Anschließend soll der Ausschuss in der Sache noch einmal informiert werden.

Stärken der Trasse ins Bewusstsein rücken

Erstellt worden ist die Planung von der Iserlohner Landschaftsarchitektin Ina Bimberg und ihrem Büro. Das Unternehmen verfügt über eine umfangreiche Expertise und hat bereits mehrere Bundes- und internationale Gartenschauen betreut. Und für den Fußballbundesligisten Borussia Dortmund hat das Unternehmen ein Trainingsgelände gestaltet.

Für Landschaftsarchitektin Bimberg und ihr Team ist die frühere Bahnstrecke die erste Rad- und Gehwegtrasse, die sie betreuen. Sie lobte bei einem früheren Termin die Trasse als „landschaftlich reizvoll“, da die Strecke sehr abwechslungsreich sei und durch schöne Landschaften und Orte führe. Zudem könne entlang der Trasse die Bergbau-Vergangenheit erlebt werden, auch die Viadukte seien etwas Besonderes. Allerdings müssten die Angebote entlang der Strecke mit ihren Stärken „noch besser in das Bewusstsein gerückt werden“.

Vor etwa einem Jahr hatte das Ingenieurbüro die Planungen begonnen. Ende April dieses Jahres wurde der Masterplan auch der Öffentlichkeit vorgestellt: im Rahmen eines Info-Abends im Vortragssaal der Stadtsparkasse in der Hauptstraße in Niedersprockhövel. Finanziert wurde die Erstellung des Planes von der Sparkassenstiftung Sprockhövel und dem Landesprogramm Vital NRW.

Der Verein sieht in der Vorlage des Masterplans einen „Meilenstein, der eine professionelle Grundlage für die weiteren Aktivitäten an der Trasse darstellt“. Auch wenn vermutlich nicht alles umzusetzen sei, so sei es für den Trassen-Verein doch wichtig, „einen Plan zu bekommen, der alle Bereiche umfasst“, erklärte der Verein in einer Mitteilung.

Alle 500 Meter soll eine Rastanlage entstehen

Der Masterplan umfasst vier Bereiche: bauliche Maßnahmen, Verbesserung der Infrastruktur, Kunstaktionen und Marketing. Bei den baulichen Maßnahmen wird empfohlen, im Abstand von etwa 500 Metern Rastanlagen zu errichten. Etwa 25 Standorte sollen so entstehen. An jedem soll mindestens eine Sitzbank und ein Mülleimer stehen, einige sollen auch Fahrradparker und ergänzend noch einen Tisch bekommen. Zudem sollen „störende Elemente“ entlang der Trasse entfernt werden.

Als Infrastruktur-Verbesserung sind unter anderem die Entwicklung einer einheitlichen Beschilderung und die Verbesserung des gastronomischen Angebots entlang der Strecke vorgesehen. Zudem sollen – Bereich drei - Kunstwerke entlang der Glückauf-Trasse stehen und Veranstaltungen an und auf der Strecke organisiert werden. Im vierten Bereich „Marketing“ ist unter anderem eine Weiterentwicklung des bisherigen Trassen-Logos angedacht.

Die Stadtverwaltung empfahl auf Grundlage der vorgelegten Planungen, eine Prioritätenliste zu erstellen. Danach sollen die einzelnen Maßnahmen geprüft und erneut beraten werden. Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass ein Großteil der Trasse im Eigentum des Regionalverbands Ruhr (RVR) liegt und somit die Rechte Dritter betroffen sind. Nach Einschätzung der Stadt könnte die Prüfung der Maßnahmen unter diesem Gesichtspunkt „einige Zeit in Anspruch nehmen“.

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