Gaby Schäfer auf dem Gipfel des Kilimandscharo

Gaby Schäfer auf dem Gipfel des Kilimandscharo

Abenteuer: Für ihren Verein Sunshin4kids bestieg die Sprockhövelerin den Kilimandscharo.

Sprockhövel/Morengo. Gaby Schäfer hat es geschafft. Die 36-jährige Sprockhövelerin und Frontfrau des gemeinnützigen Vereins Sunshine4kids hat den Kilimandscharo bezwungen.

"Ein sehr, sehr emotionales Abenteuer, nun hoffe ich auch, dass ich damit den Sunshine-Kindern und Kindern in Afrika helfen kann", sagte sie gestern auf dem Rückflug nach Deutschland, bei einer Zwischenlandung in Amsterdam am Telefon.

Sechs Anfragen von Fernsehsendern gebe es, darunter RTL mit Jauchs Stern TV. Derzeit überlegt sich Gaby Schäfer noch, wie sie mit den exklusiven Bildern umgehen soll, die ein begleitender Kamera-Mann gedreht hat.

Sehr plastisch sind bereits ihre Schilderungen vom fünftägigen Aufstieg auf den mit 5895 Metern höchsten Berg Afrikas, die sie in ihrem Internet-Tagebuch weitergibt. "Ich habe geweint, gebrochen und geschrien", beschreibt sie die Mühen insbesondere am Gipfeltag am vergangenen Samstag. Da stieg sie in acht Stunden vom Zwischenlager in 4700 Metern Höhe bis auf den Gipfel und hatte anschließend noch sieben Stunden Rückmarsch vor sich. Immer an ihrer Seite: der österreichische Bergführer Rudi Stangel, der den Kilimandscharo schon 66 mal bestiegen hat.

Die Flachländerin litt an Höhenkrankheit, auch wenn sie sich vorher akribisch vorbereitet hatte. Doch sie zwang sich, in der dünnen Luft mit bewusstem Atmen und dem Zählen der Schritte durchzuhalten. "Ich habe es allen gezeigt, die mir das nicht zugetraut haben und ich wurde auf dem Gipfel reichlich belohnt", erzählt Gaby Schäfer von den "einmaligen Glücksgefühlen", die sie auf dem Uhuru-Peak, der Freiheits-Spitze des Kilimandscharos, überwältigten. Dort hisste sie die Flagge aller Unternehmen, die sie bei ihrer Expedition finanziell unterstützten und natürlich die der Sunshine4kids.

Inzwischen reifen in ihrem Kopf schon wieder neue Ideen, wie sie den Kindern, die sie betreut und die oft ein Elternteil verloren haben, mit Freizeiten Freude und Lebensmut schenken kann. So würde sie gerne mit einigen an den Kilimandscharo zurückkehren und dort bei der Renovierung der Kilaremo Schule Yamsing im Dorf Marengo helfen. Die besuchte sie vor und nach ihrem Aufstieg. Als Geschenk überreichte Gaby Schäfer den Kindern Stifte und Hefte, die sie dank einer Spende der Rotary Foundation Alumni Deutschland kaufen konnte.

"Für den guten Zweck hat sich jeder Schritt gelohnt, auch wenn er noch so hart gewesen ist", sagte sie ein wenig stolz. "Nur 40 Prozent der Bergsteiger, die oft als Touristen am Kilimandscharo unterwegs sind, erreichen den höchsten Gipfel", hatte sie ein Rancher bei ihrer Rückkehr mit Hochachtung und ein wenig Statistik begrüßt.

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