Evangelische Gemeinde: gemeinsamer Mittagstisch

Evangelische Gemeinde: gemeinsamer Mittagstisch

Die evangelische Gemeinde lädt einmal im Monat zum gemeinsamen Mittagstisch.

Niedersprockhövel. Es war ein kleines Wagnis für die Mitglieder der evangelischen Gemeinde Niedersprockhövel. Denn wie viele Menschen zum ersten gemeinsamen Mittagstisch der Gemeinde kommen würden, wusste vorher keiner. „Wir haben einfach mal 30 Portionen eingeplant“, sagt Gabriele Wolle, die nicht nur erleichtert, sondern vor allem sehr erfreut war, als sich der Gemeindesaal am Perthes-Ring nach und nach immer mehr füllte.

Tatsächlich waren bis 12.30 Uhr alle Plätze besetzt und rund 30 Bürger der Einladung zur „mahlZeit“ gefolgt, darunter einige ältere Menschen, aber auch Jüngere und sogar Eltern mit Kindern. „Genauso haben wir uns das vorgestellt. Unser Angebot soll alle ansprechen, die gerne in Gemeinschaft essen möchten und für kleines Geld eine leckere Mahlzeit bekommen möchten“, sagt Wolle.

Welchen Betrag die Besucher am Ende für ihre Mahlzeit zahlen, ist nicht festgelegt — das kann jeder nach Budget und Ermessen selbst entscheiden.

Bevor es allerdings ans Essen ging, begrüßte Pfarrerin Heike Rienermann die Gäste mit einer kleinen Geschichte und einem kurzen Tischgebet. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, auf ein großes kirchliches Zeremoniell zu verzichten, sondern uns eher auf das gemeinsame Essen zu konzentrieren“, betonte Wolle.

Spaghetti mit Sauce Bolognese stand bei der Premiere auf dem Speiseplan — „weil sich das gut einfrieren lässt, falls zu viel übrig bleibt und weil man in kurzer Zeit etwas nachkochen kann, wenn mehr Besuch kommt“, erklärte Wolle, die sich zusammen mit sieben anderen Gemeindemitglieder, um die Vorbereitung gekümmert hatte

„Wer möchte, kann sich gerne noch nachnehmen. Es gibt eine scharfe und eine weniger scharfe Sauce“, sagte Rienermann, bevor es ans Essen ging. Auch der Nachtisch stand bereit: Jogurt mit Erdbeeren. Gut kam bei den Gästen allerdings nicht nur das Essen an, sondern auch die schön gedeckten Tische mit Blumenschmuck gefielen.

„Am meisten freue ich mich, dass auch einige unbekannte Gesichter unter den Gästen sind“, sagte Wolle, die hofft, dass auch bei der nächsten Auflage von „mahlZeit“ am 4. Juni wieder 30 Portionen weggehen. Welches Gericht dann aufgetischt wird, wird allerdings noch nicht verraten.