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Erster Ruhr-Makerthon kürt seine Gewinner

Innovationen : Erster Ruhr-Makerthon kürt seine Gewinner

Junge Menschen entwickeln innovative Ideen für Unternehmen in der Region. Es flossen auch Preisgelder.

Fünf Teams, fünf Unternehmen, fünf Wochen: Beim ersten Ruhr-Makerthon haben junge Menschen aus Hochschulen und Start-ups innovative Ideen für Unternehmen aus der Region entwickelt. Das Gemeinschaftsprojekt der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr hat in der Hattinger Grauzone seinen Abschluss gefunden, so eine Pressemitteilung des EN-Kreises. Alle Teams haben ihre Ideen einer Fachjury aus Experten für nachhaltige Entwicklung, Digitalisierung, Ingenieurwesen und Finanzen vorgestellt. Nach der Präsentation, dem sogenannten Pitch, wurden die drei besten Gruppen gekürt.

Sinnvoller Umgang mit
der Ressource Abwärme

Der erste Platz ging an Andisheh Medikhani und Alexander Kaiser. Für die Firma diondo GmbH haben sie eine Lösung für den sinnvollen Umgang mit der Ressource Abwärme entwickelt. Ihr Vorschlag – die Abwärme für eine Hydrozelle zu nutzen, sie also in Strom umzuwandeln – hat nicht nur die Jury überzeugt. „Wir werden die Idee auf jeden Fall weiterverfolgen und unser Entwicklerteam darauf ansetzen“, so Geschäftsführer Martin Münker. Neben der fachlichen Anerkennung haben die Gewinner zudem ein Preisgeld in Höhe von 1500 Euro von der Volksbank Sprockhövel erhalten. 

Vier Wochen haben sie an dem Projekt gearbeitet, erklärt Tüftler Alexander Kaiser der WZ. „Es war ein strammes Programm, aber es hat sich definitiv gelohnt.“ Er habe viele kreative Köpfe kennengelernt. „Auch, dass man etwas für die Zukunft machen konnte, fand ich super.“ Die Erfahrung, die er beim Makerthon gemacht hat, könne er jedem nur empfehlen. Was er mit dem Preisgeld machen wird, wisse er noch nicht. „Erst einmal steht für mich die Fertigstellung meiner Bachelorarbeit im Vordergrund“, so Kaiser.

Platz zwei und 500 Euro von der Volksbank Sprockhövel gingen an Melanie Schlütter, Tina Stöbener und Camila Luciana. Für die Volkswagen Infotainment GmbH haben die drei  eine Formel zur Quotierung flexibler Arbeitsplätze entwickelt. Gibt es weniger Arbeitsplätze als Mitarbeiter, senkt das Kosten und reduziert den CO2-Ausstoß.

Tina Petersen und Fabian Lisewski dürfen sich über den dritten Platz, Sachpreise und eine Wildcard des Projektes stream-Up freuen. Anderthalb Jahre lang werden sie intensiv gefördert, erhalten Workshops und individuelle Coachings. Außerdem knüpfen sie Kontakte zu anderen Gründern sowie zu mittelständischen Unternehmen.

Für die wuddi GmbH haben die beiden ein Konzept für sogenannte Mobilitätshubs für Coworking Spaces entwickelt. Mobilitätshubs sind Orte, an denen verschiedene Verkehrsmittel zur Ausleihe zur Verfügung stehen. So sollen in Coworking Spaces künftig nicht nur die Arbeitsplätze geteilt werden, sondern auch Fahrräder und Elektroautos zur An- und Abreise.

„Die Teams wurden fünf Wochen lang individuell von Mentoren unterstützt und haben passgenaue Workshops zur kreativen Ideenentwicklung, Organisation und Finanzierung besucht. Die nun vorgestellten Ideen können sich sehen lassen: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben nicht nur die Unternehmen, sondern auch den Klimaschutz und ihre eigene Karriere weitergebracht“, kommentierte Kathrin Peters von der EN-Agentur den ersten Ruhr-Makerthon.
Red/Rita Strelow