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„Eine Schärpe mitzubringen war das Ziel“

„Eine Schärpe mitzubringen war das Ziel“

Maik Geilenbrügge ist über seinem dritten Platz bei der Mister-Germany-Wahl glücklich.

Sprockhövel. Acht Monate hartes Training liegen hinter Maik Geilenbrügge. Und nicht nur das: Die Vorbereitung für die Wahl zum Mister Germany war eine Zeit voller Entbehrungen. Und doch hat sich beides ausgezahlt. Einzigartige Erfahrungen und Begegnungen und nicht zuletzt der dritte Platz bei der Wahl, die am Samstagabend in der Nähe von Berlin stattfand, sind der Lohn für die Mühen.

Eine ganze Woche lang verbrachte der Bankangestellte mit seinen 15 Konkurrenten in einem Trainingscamp in Ägypten. „Das war hart, hat aber viel Spaß gemacht“, resümiert der Sprockhöveler. Auf dem Tagesprogramm standen Sport, Fotoshootings, Verhaltenstipps und mehr oder weniger ernst gemeinte Challenges. „Eine Choreografie für die Bühne zu lernen, war eine ganz besondere Herausforderung“, findet Maik Geilenbrügge. „Als ich zum ersten Mal die Schritte von Kenny Dressler gesehen habe, hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass wir das in einer Woche lernen können.“

Und doch hat es der bekannte Tänzer und Choreograph geschafft, den teilweise eher ungelenken Muskelpaketen geschmeidige Bewegungen zu entlocken. Generalprobe für den großen Auftritt war dann beim Abflug aus Ägypten auf dem Flughafen, wo die Kandidaten kurzerhand einen Flashmob aufs Linoleum legten. „Die Leute waren total begeistert“, berichtet Maik Geilenbrügge.

Und dann der große Abend. „Vor dem Auftritt war ich schon sehr aufgeregt“, gibt Mister NRW zu. Eine Stunde, bevor der Vorhang sich lüftete, hatte die Miss Germany Corporation absolute Ruhe verordnet. Keine Treffen mit Freunden, keine Ablenkung. Auf der Bühne schließlich legte sich das Herzklopfen. Maik Geilenbrügge ist mit seinem Auftritt zufrieden: „Keine Stolperer, nicht groß versprochen; das lief ganz gut.“

Und selbst wenn — der Kandidat hatte ordentlich Rückendeckung. Rund 40 Freunde, Verwandte und Bekannte waren angereist. Im Gepäck ein Ortsschild von Sprockhövel, das bei jedem seiner Auftritte hochgehalten wurde. „Der Saal hat getobt.“ Am Ende wurde es für den amtierenden Mister Nordrhein-Westfalen Platz drei: „Im ersten Moment ist man schon ein bisschen enttäuscht“, verrät er. Aber: „Eine Schärpe mitzubringen war das Ziel.“ Und mit Abstand betrachtet ist Maik Geilenbrügge mit seinem Abschneiden durchaus glücklich. „Ich habe weniger Stress und kann mein normales Leben wieder aufnehmen.“ Nur den Sport, den will er beibehalten, wenn auch nicht so intensiv.

Worauf er sich jetzt am meisten freut: Die Vorweihnachtszeit in vollen Zügen genießen — besonders kulinarisch. Der erste Heiß-Hunger wurde mit weißer Schokolade gestillt. Zusätzlich entschädigen ein paar Pralinen für die Entbehrungen der vergangenen Wochen. Anfang der Woche hat der drittschönste Mann Deutschlands die Welt des Glamours wieder gegen das beschauliche Sprockhövel eingetauscht und sitzt hinter seinem Schreibtisch und betreut Bankkunden.