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Eine Hochsauerländerin mit einem Faible für Kreisverkehre

Eine Hochsauerländerin mit einem Faible für Kreisverkehre

Frieda Braun sorgt für schallendes Gelächter in Herzkamp.

Herzkamp. Schallendes Gelächter, fast schon hysterische Brüller und Zuschauer, die sich vor Lachen die Tränen wegwischen müssen: Schuld daran ist Frieda Braun. Die im hochsauerländischen Winterberg beheimatete Kabarettfigur sorgte mit dem Programm „Sammelfieber“ für ausgelassene Stimmung im ausverkauften Vereinshaus der Bürgergemeinschaft Herzkamp.

In Kittelschürze und Strickjacke gehüllt, mit Lockenwicklern im Haar schlug Frieda Brauns Präsenz, Situationskomik und sofortige Verbindung zum Publikum die Besucher in ihren Bann. „Sie macht das unheimlich charmant“, sagte etwa Barbara Wende (45). Mit manchmal verschmitztem Augenaufschlag hinter der großen Hornbrille erzählte Braun von ihrer Freundin Hanni, die sie mit deren „VW Chicoree“ nach Herzkamp gefahren habe. „Sprit sparend und Material schonend“ und damit höchst „ökumenisch“ sei es dabei zugegangen. Hannis größte Leidenschaft: Kreisverkehre. „Nach dem Gehör“ stoße sie dort hinein und bei unbekannten Exemplaren nehme sie sich stets Zeit für eine ausführliche Begehung.

Basis aller vorgetragenen Anekdoten: Der geplante Wohltätigkeitsbasar. „Das Kollekten-Aga“ habe dafür etwa auf einer gemeinsamen Reise der Winterberger Damen alle Shampoo- und Duschgelvorräte fein säuberlich in Tupperdosen abgefüllt und die zu Hause kaputt gegangenen Glühbirnen gegen die Energiesparlampen der Hotelzimmer ausgetauscht. Auf das ausgelöste Gelächter reagiert Frieda prompt: „Herzkamp ist begeistert, auch mal ´ne Idee, woll?“ Begeisterte Pfiffe und mehrmaliger Szenenapplaus folgen. Auch der lebensmüde Nachbar, der Gastgeschenke wie Kräuterschnaps und Sekt mit folgenden Worten rigoros ablehne: „Keine lebenserhaltenden Maßnahmen!“ oder Friedas mit ihrem Seitenschläferkissen ausgelebter Traum, die Geige in André Rieus Händen zu sein, brachten der Kabarettistin die spürbare Lebensfreude des Publikums ein.

Ralf Pötsch (54) brachte die Meinung vieler Besucher auf den Punkt: „Es war sehr amüsant und die Atmosphäre war einfach nur gut!“