Fußball: Ein Sprockhövel-Duell um den Aufstieg

Fußball : Ein Sprockhövel-Duell um den Aufstieg

Zweitvertretungen von TSG und SCO kämpfen um einen Platz in der Bezirksliga.

Die Rollen zwischen den ersten Mannschaften des Landesligisten SC Obersprockhövel (SCO) und dem Oberligisten TSG Sprockhövel sind durch die Ligen klar verteilt. Doch in der Kreisliga liefern sich die beiden Reserveteams einen interessanten Kampf um den Aufstieg in die Bezirksliga. Dabei hat - im Gegensatz zu der regulären „Dorfordnung“ - der SCO die Nase vorne. Denn die Mannschaft um Trainer Andreas Hain steht mit 59 Punkten einen Zähler vor der Truppe um die alten Routiniers Philipp Schulz, Christian Kalina und die Brüder Alexander und Raoul Meister.
„Wir haben es selbst in der Hand, möglichst einen Doppelaufstieg zu feiern“, sagt Jörg Niedergethmann, der betont, die Meisterschaft auch in den verbliebenen drei Spieltagen vor den Verfolgern verteidigen zu wollen. Pflicht sei der Aufstieg zwar nicht, würde aber sehr gut in die Pläne des Clubs passen.

„Es ist doch immer gut im Dorf, so eine gesunde Rivalität zu haben und den Fans beider Lager Spannung zu bieten. Da ist die Spielklasse auch fast egal“, sagt TSG-Geschäftsführer André Meister, der angibt, dass die Baumhofkicker die Nachbarn überholen möchten. Er betont aber auch, dass es kein Weltuntergang wäre, wenn es mit dem Bezirksligaaufstieg nicht klappt. Schließlich hätte der Spitzenreiter das leichtere Restprogramm, gesteht Meister den Nachbarn den Vorteil ein.

„Solange wir rechnerisch die Möglichkeit haben, den SCO einzuholen, so lange hoffen wir auch“, sagt Mladen Racek, der in der letzten Saison noch Torwart-Trainer beim SCO war und jetzt bei der TSG die Keeper trainiert. Für wen der Aufstieg wichtiger wäre, beantwortet der 49-Jährige mit einem Augenzwinkern. „Natürlich für uns, weil es ein krönender Abschluss wäre.“

Gemeinsam mit seinem Cheftrainer Rainer Sprenger – der seine Trainerkarriere endgültig an den Nagel hängt – hört Racek zum Saisonende auf. Mit Christian Kalina und Kevin Busch stehen auch die Nachfolger bereits fest. Bei den direkten Vergleichen gab es in der Hinrunde übrigens ein 2:2 auf dem Baumhof. Am Schlagbaum siegte der Spitzenreiter SCO glatt mit 3:0. „Da waren die auch klar besser“, gesteht Racek.

Dass die beiden Sprockhöveler Teams überhaupt den Kampf um den Spitzenplatz führen können, verdanken sie übrigens dem dritten Team aus der Kreisstadt, dem TuS Haßlinghausen, der am letzten Spieltag den bisherigen Spitzenreiter SuS Vollmarstein mit 5:2 vom Platz fegte und gerade mit Kaan Kursun seinen neuen Trainer vorgestellt hat. Mit Platz sechs rangieren die Haßlinghauser auf einem gesicherten Platz der Liga. „Sie haben einen sehr guten Lauf und haben uns mit dem Sieg natürlich geholfen“, sagt André Meister, der am liebsten alle drei Mannschaften in der Bezirksliga sehen würde. Da aber nur einer aufsteigt, fällt die Entscheidung wohl erst in den letzten Wochen der Spielzeit. Fast so spannend wie in der Bundesliga.

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