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Egen: Tempo 30 reicht vielen nicht

Egen: Tempo 30 reicht vielen nicht

Anwohner ärgern sich über das hohe Verkehrsaufkommen.

Herzkamp. Thomas Penker, der am Egen 31 wohnt, macht sich Sorgen. „Gerade für Schulkinder ist die Straße nicht sicher“, klagt er. Zwar sei dort eine Tempo-30-Zone eingerichtet worden, doch weist die Straße seiner Meinung nach einige Mängel auf. „Die Fahrbahnränder sind nicht befestigt, außerdem gibt es keine Gehwege“, listet Penker einige Schwachpunkte auf. Für eine Anliegerstraße, die der Egen eigentlich sein sollte, wäre das noch akzeptabel. „Aber das ist für viele längst eine Abkürzung von der Elberfelder zur Straße Wodantal geworden“, ärgert sich Penker. „Der Verkehr ist das Hauptproblem.“

Allein am vergangenen Sonntag hat er innerhalb einer Stunde 80 Fahrzeuge gezählt, vor allem Ausflügler. „Da muss sich etwas tun.“ Penker sammelte rund 50 Unterschriften und wandte sich an den Ausschuss für Anregungen und Beschwerden. Die Vorsitzende Astrid Timmermann (FDP) hat selbst den „Rentner—Schnellweg“ unter die Lupe genommen und kann die Einwände verstehen. „Wir versuchen zu vermitteln“, verspricht sie. In der Sitzung am Mittwoch sei verschiedene Lösungsansätze diskutiert worden, die in einer der nächsten Treffen des Verkehrsausschusses zur Sprache kommen sollen.

Unter anderem wurde eine Spielstraße vorgeschlagen oder eine Reduzierung auf Tempo 10. „Das lässt sich aber nicht so einfach umsetzen“, sagt Timmermann. Vom Ordnungsamt soll die Möglichkeit aber geprüft werden. „Die Strecke ist für einen Schulweg, so wie sie jetzt ist, einfach zu gefährlich“, betont Penker.