Bürgermeister Klaus Walterscheid: „Die Stadt bleibt attraktiv“

Einzelhandel, Gewerbe, Wohnen — Bürgermeister Klaus Walterscheid ist optimistisch.

Sprockhövel. Wirtschaftskrise, leere Stadtkassen oder Einwohnerschwund — Vokabeln, die viele nicht hören wollen, weil sie eine wenig erfreuliche Zukunft suggerieren. In einem Vortrag ist es Bürgermeister Klaus Walterscheid jüngst gelungen, dem ein positives Signal entgegenzusetzen. Aus Anlass der Verabschiedung von Horst-Dietrich Zimmermann durch den Haus- und Grundbesitzerverein zeichnete er zunächst ein Bild der Geschichte Sprockhövels, um dann drei Aussagen zur Zukunft der Stadt zu formulieren.

Die Stadt hatte nach ihrer Gründung am 1. Januar 1970 zunächst praktische Probleme zu bewältigen. So berichtete Walterscheid, dass zusätzlicher Wohnraum für im Schnitt mehr als 110 Menschen pro Jahr geschaffen werden musste, die nach Sprockhövel ziehen wollten. Eine weitere Aufgabe war die Bereitstellung von Gewerbeflächen.

Ab 2000 gewannen dann die eingangs genannten Begriffe an Bedeutung. Insbesondere der Wechsel der Bevölkerungsstruktur sei eine Herausforderung an die Stadt, aber auch an alle, die Wohnraum bereitstellen. „Die Eigentümer müssen mehr Wohnungen für ältere Menschen anbieten”, empfahl er den Hausbesitzern. Mit Blick in die Zukunft der Stadt verbreitet Walterscheid uneingeschränkten Optimismus.

In allen drei Bereichen — Wohnen, Gewerbe und Einzelhandel — sieht er die Stadt auf einem guten Weg. „Sprockhövel wird als Wohnstandort attraktiv bleiben für alle Altersgruppen”, sagt Walterscheid. Die Stadt biete mit ihren beiden Versorgungszentren alles, was man benötigt, um sich hier wohlzufühlen. „Sprockhövel wird ein starker Gewerbestandort bleiben”, lautet die zweite Prognose.

Die heimischen Unternehmer seien seit jeher findige Unternehmer, die sich mit bis zu 200 Jahren Erfahrung sogar auf internationalen Märkten behaupten. Schließlich werde Sprockhövel auch als Einzelhandelsstandort eine wichtige Funktion behalten, wenn es — abhängig von einem veränderten Investitionsverhalten der Hauseigentümer und einer veränderten Stadtplanung — gelinge, in den Zentren durch die Ansiedelung von Dienstleistern, Freizeitangeboten und Gastronomie eine neue Aufenthaltsqualität zu schaffen.

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