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Bogenschützen bekommen ein Zuhause in Sprockhövel

Schießsport : Bogenschützen bekommen ein Zuhause in Sprockhövel

Viele Mitglieder haben die Bogenschützen Ennepe-Ruhr verloren. Nicht wegen Corona, sondern, weil es keine eigene Anlage gab. Das ändert sich.

„Erstmals seit unserer Vereinsgründung vor elf Jahren dürfen wir uns jetzt auf ein festes Zuhause freuen“, geht Katja Denninghaus, die Vereinsvorsitzende der Bogenschützen Ennepe-Ruhr zusammen mit den rund 40 Mitgliedern voller Optimismus ins  Jahr 2021. „Dank der Mithilfe von Volker Hoven (1. Beigeordneter der Stadt Sprockhövel) und Ralph Holtze (Chef der Zentralengebäudebewirtschaftung) haben wir ein geeignetes Gelände gefunden und hoffen, dass wir ab Frühsommer dieses Jahres dort unseren Sport ausüben können“, so die Vorsitzende.

„Helmut Dikty, der damalige Sportwart des Stadtsportverbandes, hatte mich seinerzeit anlässlich der Sportlerehrung angesprochen und mir von den Nöten der erfolgreichen Bogenschützen erzählt“, berichtet Volker Hoven. Dann habe man  das Stadtgebiet auf der Suche nach einem geeigneten Gelände umgekrempelt und sei zusammen mit Ralph Holtze auf dem nicht genutzten Teil des Sportplatzes vom FV Hiddinghausen, Albringhauser Straße 33, fündig geworden. Dort hat man unter der Mithilfe eines Garten- und Landschaftsbauers mit den Arbeiten begonnen, wobei Holtze die Planung für den Umbau übernommen hat.

„Wir können dort auf bis zu 70 Meter weit entfernte Scheiben schießen“, ist Katja Denninghaus voller Vorfreude, wohl wissend, dass der Sport mit Pfeil und Bogen eine große Fläche in Anspruch nimmt. Das entspricht der Distanz für Wettkämpfe im Sommer.

„Ein eigenes Zuhause war immer schon unser Traum. Wir waren in den letzten Jahren stets auf die Gastfreundschaft von Bauern angewiesen, die uns eine Fläche zur Verfügung gestellt haben. In den letzten beiden Jahren waren wir zu Gast beim CVJM Langerfeld.“

„Heimatlosigkeit hat mehr Mitglieder gekostet als Corona“

Ab Sommer habe die Heimatlosigkeit ein Ende, ist der Vorsitzenden die Vorfreude deutlich anzumerken. „Die Tatsache, dass wir keine feste Übungsstätte hatten, hat uns mehr Mitglieder gekostet als Corona“, meint die Vorsitzende rückblickend.

„Dass es auf Sprockhöveler Gebiet geklappt hat, ist besonders schön. Denn schließlich sind wir ein Sprockhöveler Verein mit Mitgliedern aus dem gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis“, erklärt Katja Denninghaus, die selbst seit 30 Jahren aktive Bogenschützin ist und Teilnahmen an den Deutschen Meisterschaften vorzuweisen hat.

Die erfolgreiche Suche nach einem geeigneten Gelände war eine Sache, eine andere die Finanzierung des rund 26 000 Euro teuren Projekts. „Da hat uns Daniel Rasche, der Vorsitzende  der Sparkassenstiftung der Stadtsparkasse Sprockhövel, 10 000 Euro zugesagt, und weitere 10000 kommen aus dem Landesprogramm `Moderne Sportstätten 2022`.“ Seitens der Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in der NRW Landesregierung, Andrea Milz, heißt es: „Wir  haben uns zum Ziel gesetzt, einen spürbaren Beitrag zur Modernisierung unserer Sportstätten in Nordrhein-Westfalen zu leisten.“

Die restlichen 6000 Euro steuert der Verein selbst durch finanzielle Mittel und Eigenarbeiten bei. „Wir haben etliche Mitglieder, die handwerklich begabt sind und selbst tatkräftig Hand anlegen werden“, ist sich Denninghaus sicher.

In der Wintersaison trainieren die Bogenschützen Ennepe-Ruhr in der Turnhalle  „Am Baumhof“. Aber im Sommer will der Verein auf seiner neuen Anlage an der Albringhauser Straße 33  alte und neue Vereinsmitglieder im Kinder-, jugendlichen- und Erwachsenen Bereich empfangen.

„Wir werden Anfängerkurse durchführen und uns an einem Tag der offenen Tür auch für die Allgemeinheit öffnen, damit uns viele Menschen kennenlernen können“,  verspricht Katja Denninghaus.