Aus für Grundschule Nord besiegelt

Aus für Grundschule Nord besiegelt

Sinkende Schülerzahlen gefährden auch andere Schulen.

Sprockhövel. Nun ist es definitiv: Noch bis 2012 können sich Erstklässer bei der Grundschule Nord in Niedersprockhövel anmelden. Danach wird die Schule schrittweise geschlossen. Das heißt, alle Schüler, die bereits auf der Schule sind, können sie bis zum Ende des vierten Schuljahres besuchen; ab 2013 kommen aber keine neuen Klassen mehr hinzu.

Der Grund für die Schließung, für die der Ausschuss für Schule und Jugendhilfe am Mittwoch stimmte, sind die sinkenden Schülerzahlen. "Ursprünglich war eine Schulschließung bereits für 2012 geplant", erklärt Klaus Knippschild (SPD), Ausschussvorsitzender. Neue Studien belegten aber, dass es auch in 2012 noch genügend Schüler für alle städtischen Grundschulen gäbe. Danach nehmen die Zahlen den Prognosen zufolge jedoch rapide ab und sinken sogar unter 18 Schüler für eine Klasse. "Das ist definitiv zu wenig für eine einzügige Grundschule wie die GGS Nord", sagt auch Evelyn Müller von der Stadt.

Doch die Grundschule Nord ist nicht die einzige Schule, die unter sinkenden Schülerzahlen leidet. Auch die Grundschulen Gennebreck und Hobeuken sind einzügig und auch hier rechnet die Stadt mit immer weiter sinkenden Anmeldezahlen. Von weiteren drohenden Schulschließungen will Klaus Knippschild (SPD) zunächst aber nichts wissen. "Wir warten jetzt erst einmal die Entwicklung der Schülerzahlen bis 2012 ab, dann entscheiden wir neu." Sollten sich diese positiv entwickeln und die Schulen wieder wachsen, könne eine Schließung vermieden werden.

Langfristig erscheint dies jedoch unwahrscheinlich. Sollten die Studien zum demografischen Wandel der Stadt Recht behalten, sinken die Anmeldezahlen im gesamten Stadtgebiet ab 2013 bereits unter 200 Neuanmeldungen. Für die Bezirksregierung wird es somit immer schwieriger an allen fünf Schulen im Stadtgebiet festzuhalten und sie mit Lehrpersonal zu versorgen.

Die Zusammenlegung der Schulen solle den Schülern aber nur Vorteile bringen, so die Stadt. Die Schulen können sich besser aufstellen und den Schülern ein umfangreichers Angebot bieten. "Sollten noch mehr Schulen geschlossen werden müssen, ist es unser erklärtes Ziel vor allem die Grundschule Gennebreck zu erhalten ", sagt Evelyn Müller.