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Arbeitsmarkt zeigt sich im Ennepe-Ruhr-Kreis trotz des Lockdowns stabil

Zahlen sind da : Der Arbeitsmarkt zeigt sich trotz des Lockdowns stabil

Im Ennepe-Ruhr-Kreis gibt es noch rund 100 freie Ausbildungsplätze.

Die günstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Ennepe-Ruhr-Kreis hat auch im November angehalten. Die Zahl der Arbeitslosen ging nochmals um 265 oder 2,2 Prozent auf 11 701 zurück. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 6,8 Prozent. Der beträchtliche Abstand zu den historisch günstigen Zahlen des Vorjahres ist leicht angewachsen. Vor zwölf Monaten gab es im Kreis 2463 Arbeitslose weniger, die Quote lag bei nur 5,4 Prozent.

„Der zweite Lockdown im November ist auf dem EN-Arbeitsmarkt weniger zu spüren als gedacht. Die saisonale Belebung war stärker. Nicht alle Personengruppen konnten davon profitieren, ganz besonders aber die unter 25-Jährigen“, so Katja Heck, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen. „Die aktuellen Pandemiemaßnahmen machen sich hingegen bei der Kurzarbeit bemerkbar. Bei den Neuanzeigen hat es nach der Beruhigung in den letzten Monaten jetzt wieder einen spürbaren Anstieg gegeben. 193 weitere Unternehmen haben Arbeitsausfälle angezeigt.“

Besonders wichtig ist der Agenturchefin der Hinweis auf die späten, aber guten Aussichten am Ausbildungsmarkt: „Noch nie haben die Unternehmen im November so viele Ausbildungsstellen für sofort gemeldet. 273 waren es genau, fast 100 sind noch unbesetzt. Für motivierte Jugendliche gibt es viele Chancen, jetzt noch eine Ausbildung zu finden“, betont die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit.

Die Arbeitslosigkeit im Kreis war sowohl in der Arbeitslosenversicherung als auch in der Grundsicherung rückläufig. 4669 waren Kunden der Arbeitsagentur (148 oder 3,1 Prozent weniger als im Vormonat) und 7032 wurden durch das Jobcenter EN betreut (117 oder 1,6 Prozent weniger). Erneut war die Entwicklung für Langzeitarbeitslose, Ältere und Schwerbehinderte in beiden Rechtskreisen weniger günstig. Die übrigen Zielgruppen profitierten hingegen überwiegend von der saisonalen Belebung, insbesondere Ausländer (-116 oder -3,3 Prozent).

In Bezug auf Kurzarbeitergeld-Anspruch kristallisieren sich neue Zahlen heraus. So meldeten 193 Unternehmen Arbeitsausfälle fpr 1501 Personen an. Seit Beginn des Shutdowns gab es damit im Kreis 3700 Anzeigen aus nahezu allen Branchen.