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Andruis Balaika bleibt als Coach der TSG Sprockhövel an Bord

Personalplanung : Andruis Balaika bleibt als TSG-Coach an Bord

Wer die TSG Sprockhövel in der neuen Saison trainiert, ist klar – offen sind einige Kaderplätze. Der SCO freut sich auf einen Top-Stürmer.

Es steht noch in den Sternen, ob der Ligabetrieb im Amateurfußball fortgesetzt wird. Zumal der bundesweit geltende Lockdown bis zum 7. März verlängert wurde. Bis mindestens zum 31. März sind alle Meisterschafts- und Pokalspiele der Junioren, wie der Amateure ausgesetzt. Das betrifft auch die beiden größten Sprockhöveler Vereine.

Die TSG Sprockhövel war vor der Corona-bedingten Unterbrechung der Saison in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen. Die Mannschaft stand in der Oberliga auf Rang vier mit 18 Zählern, punktgleich mit dem Zweitplatzierten Holzwickeder SC. „Aktuell gibt es für uns nur Fragezeichen“, sagt Yakup Göksu. Der sportliche Leiter der TSG, der gleichzeitig Co-Trainer ist, hofft auf einen Re-Start im April. „Wir wollen natürlich die Saison weiterspielen“, betont er. Allerdings gebe es vom Verband bislang keine offiziellen Verkündungen, wie es weitergehen wird. Eine Wertung nach den bisherigen Spielen schließt Göksu aber in jedem Fall aus. Dafür sei die Tabelle zu wenig aussagekräftig.

Vereine warten auf Entscheidungen des Verbands

Auch die Planungen für die nächste Saison sind abhängig von den Entscheidungen des deutschen Fußballbunds, so Göksu. Wirklich feststehende Planungen könne man erst dann machen, wenn Entscheidungen des Verbandes getroffen sind. Nur personell ist schon einiges klar bei der TSG. Das Trainer-Team um Chefcoach Andrius Balaika bleibt auch in der nächsten Saison. Zudem wurden mit einigen Spielern Verträge verlängert, mit anderen sei man noch in Verhandlungen. Einige Abgänge stehen ebenfalls bereits fest, so Göksu. Wer genau bleibt und geht wird allerdings noch nicht öffentlich bekanntgegeben. Das Ziel sei es rund 70 bis 80 Prozent des jetzigen Kaders zusammenzuhalten. Zudem will die TSG noch mehr auf die eigene Jugend setzen. Aus der U19-Mannschaft sollen einige Spieler kommendes Jahr den Sprung in den Profikader schaffen.

Der SC Obersprockhövel muss bei einem kompletten Abbruch der Saison sogar auf eine noch komfortablere Ausgangslage als die TSG verzichten. Vor der Einstellung des offiziellen Spiel- und Trainingsbetriebs war das Team um Trainer Robert Wasilewski Tabellenführer in der Landesliga. Falls die Saison dort abgebrochen werden sollte, steht der Plan für die nächste Spielzeit trotzdem schon fest, erklärt Jörg Niedergethmann. „Und das ist der Aufstieg in die Westfalenliga“, sagt der sportliche Leiter des SCO.

„Königstransfer“ Ginczek
verstärkt den SCO-Kader

Der Kader werde dafür im Sommer weitestgehend zusammenbleiben, so Niedergethmann. Zwei Neuzugänge verstärken das Team. Einmal David Ginczek, Mittelstürmer vom DSC Wanne-Eickel, der bereits in der Ober-, wie Verbandsliga seine Treffsicherheit unter Beweis stellen konnte. Dort erzielte er nahezu jedes Jahr zwischen 20 und 30 Toren. Nicht umsonst bezeichnet Niedergethmann den 31-jährigen Angreifer als „Königstransfer“. Außerdem kehrt Zehner Arber Berbatovci (21) nach Stationen in Velbert und bei Westfalia Herne zurück zum SCO, für den er schon in der Saison 2018/19 spielte. Zwei bis drei Spieler werden den SCO wahrscheinlich noch verlassen. Wer genau, soll aber noch nicht öffentlich bekannt gegeben werden.

Die Spieler halten sich bei beiden Vereinen weiterhin individuell fit. Bei der TSG gibt es zudem ein wöchentliches Treffen per Videoschalte. „Das machen wir einmal, um weiterhin regelmäßig Kontakt zu haben, aber ebenso führen wir dann immer ein Athletik-Training vor der Kamera mit einem speziellen Coach durch“, erklärt Yakup Göksu. Schließlich sei ein gutes Mannschaftsgefüge entstanden, dass durch den Lockdown nicht verschwinden soll.

Falls die Saison im Frühjahr nochmal fortgesetzt werden sollte, werden nur noch die restlichen Hinrundenspiele ausgetragen, hatten Vertreter beider Vereine schon Anfang des Jahres vermutet. So würde eine Wertung bereits nach der Hälfte der Spiele erfolgen. Das gilt sowohl für die Ober- als auch die Landesliga. Die TSG würde zum Re-Start daheim gegen Kellerkind Eintracht Rheine spielen. Für den SCO ginge es in der Landesliga zum Tabellenschlusslicht FSV Werdohl.