400 Senioren waren in die Sporthalle Haßlinghausen gekommen.

Weihnachtsfeier : Eine Weihnachtsfeier mit Pirouetten und Shanty

400 Senioren waren in die Sporthalle Haßlinghausen gekommen.

„Die Gelassenheit der Senioren hilft ihnen, über Ärgerliches hinwegzusehen“, rief Bürgermeister Ulli Winkelmann bei seiner Begrüßung den rund 400 älteren Damen und Herren zu, die zur Weihnachtsfeier für die Stadtteile Haßlinghausen, Hiddinghausen und Gennebreck/Herzkamp in die Sporthalle Haßlinghausen gekommen waren.

Sprockhövels erster Bürger meinte damit auch die in diesem Falle unsinnigen Vorschriften des Datenschutzes, die es seit kurzem verbieten, vorhandenes Adressen-Material für Einladungen zu nutzen. Anzeigen, Zeitungsartikel und vor allem Mund-zu-Mund-Propaganda machten es allerdings möglich, dass die Tische und Stuhlreihen am Dienstag bestens gefüllt waren.

„Sie wissen, wie kostbar die Momente des Lebens sind“, so Winkelmann und meinte damit sicher auch die anschließende stimmungsvolle Feier, zu der der Vereinsring Haßlinghausen, vertreten durch den Vorsitzenden Ronald Mayer, eingeladen hatte, weil die Kosten der Feier wegen des Haushaltssicherungsgesetzes nicht mehr von der Stadt getragen werden können.

Allerdings hatte das städtische Seniorenbüro mit Bärbel Mays, Malaika Stahlhut und Elke Junge bei der Organisation beste Vorarbeit geleistet, und viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer taten mit ihrem aufmerksamen Service alles, damit sich die Senioren drei Stunden lang wohlfühlen konnten.

Kaffee und Kuchen mit
ein paar Schnäpsen veredelt

Das begann schon mit den fröhlichen Liedern, mit denen sich die sechs Jahre alte Milena, Tochter von Ronald Mayer, gleich zum Auftakt in die Herzen der Besucherinnen und Besucher gesungen hatte. Kaffee und Kuchen waren die leiblichen Genüsse, die in der Pause durch die Schnaps ausschenkenden Ratsmitglieder noch weiter „veredelt“ wurde.

Das vielseitige Programm sprach die kulturellen Interessen an. So der liebenswerte Auftritt der Ballettkinder der Musikschule, die unter der Leitung von Christian Camus je nach Ausbildungsstand über die Bühne unbefangen hüpften oder graziös schwebten. Herzlicher Beifall belohnte die kleinen Ballerinen für ihre Sprünge und Pirouetten. Dann betrat der Chor der Gospelsisters die Bühne. Und später die 22 wackeren blauweißen Jungs des Shanty-Chores MGV Haßlinghausen von 1895, die ein Heimspiel hatten.

„Wir sind vor zwei Jahren von Vohwinkel nach Haßlinghausen gezogen und jetzt zum zweiten Mal bei der Weihnachtsfeier dabei“, berichtete Walter Göbel, der mit seiner Frau Hedwig gekommen war und sich in der neuen Heimat sichtlich wohl fühlte.

„Schön, dass den Senioren diese Feier ermöglicht wird“ freute sich auch Ursula Angermann, die zu den vielen ehrenamtlichen Helfern gehörte.