Spieler und Fans verprügeln Schiedsrichter

Amateurfußball: Gewaltexzess im Fußball - Kölner Fans und Spieler verprügeln Schiri

Ein Fußballduell der Kreisliga endet in einer Schlägerei. Am Ende muss der Schiedsrichter in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die beiden Kreisliga-Vereine DJK Löwe Köln und der TuS Ehrenfeld II trafen am Sonntag im Niehler Hafen aufeinander. Das Spiel verlief ohne große Zwischenfälle, bis die Stimmung zehn Minuten vor Abpfiff kippte. Das berichtet der Express am Montag.

Der TuS Ehrenfeld führte mit 4:3, als der Schiedsrichter den Ehrenfeld-Trainer wiederholt an der Seitenlinie zu Recht wies. Es ging um das Verhalten des Trainers, so der Express. Der Schiedsrichter soll ihn ermahnt haben und anschließend wüste Beschimpfungen geerntet haben, als er zurück auf den Platz ging.

Daraufhin soll der Schiedsrichter erneut auf den pöbelnden Trainer zugegangen sein, woraufhin er von TuS-Spielern angegriffen wurde. Sie traten ihm von hinten in den Rücken berichtet der Express. Am Boden liegend sollen Spieler und Zuschauer den Mann weiter geschlagen und getreten haben. Nachdem mehrere Notrufe bei der Polizei eingegangen waren, schickten die Beamten sieben Streifenwagen und einen Rettungswagen.

Schließlich wurden die Täter vor Ort gestellt und die Zeugenberichte aufgenommen. Nach Angaben des Express wurde der verletzte Schiedsrichter von Sanitätern versorgt und ein Krankenhaus gebracht.

Unteressen hat sich der TuS Ehrenfeld in einer Stellungnahme im Internet zu den Vorfällen am Sonntag geäußert. Man bemühe sich um schnelle Aufklärung und werde alle „erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen“. Anschließend distanziert sich der Verein von Gewalt in Sport und Gesellschaft.

Auch der DJK Löwe Köln zeigt sich entsetzt. Man habe versucht sich zwischen die Ehrenfelder und den Schiedsrichter zu stellen, so ein Sprecher des DJK Löwe Köln. Weiterhin gibt er zu bedenken, dass Gewaltausschreitungen dieser Art seien keine Seltenheit mehr sind, so dass einige Spieler überlegen den Amateurfußball zu verlassen.

(red)
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