NRW: Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden: Warten auf den ersten Sieg

NRW : Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden: Warten auf den ersten Sieg

Der SV Wehen Wiesbaden rutscht immer tiefer in die Krise. Das Tabellenschlusslicht der 2. Fußball-Bundesliga steht nach sieben Spielen noch immer ohne Sieg und mit nur einem Punkt da. Arminia Bielefeld zeigte dem Aufsteiger beim 5:2(3:1)-Erfolg am Samstag schonungslos die Grenzen auf.

Insbesondere das Defensivverhalten muss schnellstmöglich gesteigert werden, sonst dürfte der Klassenerhalt schon früh in die Ferne rücken.

„Wenn wir unser Zweikampfverhalten nicht verbessern, haben wir in dieser Liga keine Chance. Dessen bin ich mir bewusst und ich hoffe, die Mannschaft auch“, sagte Trainer Rüdiger Rehm nach der Pleite gegen seinen Ex-Club. Mit 23 Gegentoren stellt der SVWW die mit Abstand anfälligste Abwehr der Liga. Im zweiten Heimspiel nacheinander kassierten die Hessen fünf Gegentreffer.

Der Klassenerhalt scheint mit dieser Bilanz unmöglich. “Es ist absolut nicht machbar, in der Defensive so zu agieren wie wir es getan haben. Gerade beim ersten Gegentor gibt es kein Wenn und Aber: Den Ball muss Lukas halten“, kommentierte Rehm den Patzer von Keeper Lukas Watkowiak.

Um dem Negativlauf ein Ende zu setzen und den Rückstand von fünf Punkten aufs rettende Ufer wieder aufzuholen, bedarf es einer Steigerung auf allen Ebenen. "Wir müssen mental stärker werden, dürfen uns von Rückschlägen nicht umwerfen lassen und nicht den Kopf verlieren“, forderte Rehm mit Blick auf die anstehenden Aufgaben.

Dabei hatte Wehen vor 4621 Zuschauern zunächst einen guten Start in die Partie erwischt und ging durch Manuel Schäffler in Führung (4. Minute). Doch die Chancenverwertung blieb trotz aussichtsreicher Möglichkeiten mangelhaft. Durch kapitale individuelle Fehler im weiteren Verlauf war am Ende nichts zu holen.

Cebio Soukou (20.), Fabian Klos (34.,74.), Joan Simun Edmundsson (43.) und Andreas Voglsammer (52.) trafen für die Gäste. Erneut Schäffler besorgte das zwischenzeitliche 2:4 (56.). Nach einer Notbremse musste Wehens Benedikt Röcker mit der Roten Karten und dem Verdacht auf eine Gehirnerschütterung vom Feld (79.). Den fälligen Strafstoß parierte Watkowiak dann gegen Voglsammer.

Schon am kommenden Freitag (18.30 Uhr) bietet sich erneut zuhause gegen den Mitaufsteiger VfL Osnabrück die Möglichkeit zur Trendwende und dem ersten Dreier in der Liga seit dem Aufstieg Mitte Mai.

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Spielplan Wiesbaden

Tabelle 2.Bundesliga

(dpa)
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