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NRW: Rochusclub unterliegt gegen den TC Großhesselohe

NRW : Rochusclub unterliegt gegen den TC Großhesselohe

Der Tennis-Bundesligist verliert 2:4 gegen den TC Großhesselohe.

Geld macht Punkte. Das bewies die achtbare 2:4-Niederlage des Rochusclubs in der Tennis-Bundesligapartie beim TC Großhesselohe. „Die Münchner wollen sich offensichtlich die Chancen auf die Meisterschaft erhalten und haben Peter Gojowczyk aus den USA eingeflogen und auch den Doppelsieger aus Kitzbühel Lucas Miedler geholt“, sagt Rochusclub-Teamchef Detlev Irmler. „Da war für uns einfach nicht mehr drin.“

Und weil mit Philipp Kohlschreiber (Weltrangliste 115) ein enorm erfahrener und leistungsstarker Spieler für die Münchner an Position eins eingesetzt wurde, sanken die Hoffnungen auf eine Düsseldorfer Überraschung schnell gen null. „Philipp hat im Laufe seiner Karriere acht ATP-Turniere im Einzel und sieben im Doppel gewonnen. Das sind eigentlich zwei sichere Punkte für Großhesselohe“, meint Irmler. „Und wie gut er immer noch ist, beweist, dass er für Deutschland bei den Olympischen Spielen in Tokio gespielt hat und doch dem Weltranglistenvierten Stefanos Tsitsipas nur knapp unterlegen war.“

Dafür überraschte Düsseldorfs Nummer eins, Filip Horansky (WR 203). Der Düsseldorfer führte im ersten Satz mit 5:2 und zwang Kohlschreiber dazu einen Gang höher zu schalten. Pech für Horansky, dass Kohlschreiber dazu in der Lage war.

Das Spitzenspiel war aber erst in der zweiten Einzelrunde dran. Vorher hatten Teymuraz Gabshvili (WR 259) und Mischa Zverev (WR 306) ihre Einzel gegen Kamil Majchrzak /WR 116) und Gojowczyk (WR 138) verloren. „Das war taktisch geschickt von den Münchnern in der ersten Runde die Positionen zwei und drei aufzurufen“, urteilt Irmler. „Sie haben gehofft, danach mit 2:0 in Führung zu liegen.“ Und der Plan ging auf.

Youngster Henri Squire spielte souverän einen Erfolg heraus

Die letzte Hoffnung auf ein Unentschieden an der Isar hielt der souverän herausgespielte Erfolg des Rochusclub Youngsters Henri Squire (WR 1218) über Routinier Matthias Bachinger (WR 273) aufrecht. Bachinger, der in seinen guten Zeiten immerhin die Nummer 85 der Welt war, fand gegen die krachenden Aufschläge und donnernden Vorhände des 20-jährigen Düsseldorfers keine siegbringenden Antworten. So ging es mit einem 1:3 Rückstand in die Doppel.

Da setzte Großhesselohe mit Lucas Miedler einen Spieler ein, der vor kurzem noch den Doppelwettbewerb des ATP-Turniers in Kitzbühel gewonnen hat. Doch gegen Gabashvili/Squire konnte Miedler an der Seite von Bachinger seine Siegesserie nicht fortsetzen. Im Match-Tiebreak triumphierte das Rochusclub-Doppel. Weil aber Horansk/Zverev gegen Kohlschreiber/Majchrzak unterlagen, blieben die Punkte in München. „Trotzdem können unsere beiden Matchgewinne in der Endabrechnung noch sehr wichtig werden“, sagt Irmler. Mit jetzt 5:9 Tabellenpunkten ist der Rochusclub Tabellenachter und steht damit lediglich eine Position oberhalb des ersten Abstiegplatzes. 

Ergebnisse: Philipp Kohlschreiber – Filip Horansky 7:6, 6:2; Kamil Majchrzak – Teymuraz Gabashvili 6:4, 7:5; Peter Gojowczyk – Mischa Zverev 6:2, 7:5; Matthias Bachinger – Henri Squire 4:6, 4:6; Kohlschreiber/Majchrzak – Horansky/Zverev 6:1, 6:4; Bachinger/Lukas Miedeler/Gabashvili/Squire 3:6, 6:3, 11:13