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TSV Bayer Dormagen scheitert im DHB-Pokal an FA Göppingen

Handball : TSV Bayer Dormagen scheidet im DHB-Pokal in Göppingen aus

Beim Handball-Pokalturnier folgte auf den 28:24-Sieg über Drittligist Rhein Vikings eine 24:33-Niederlage gegen Erstligist FA Göppingen.

Vielleicht hätte Ian Hüter nach 24 Minuten den TSV Bayer Dormagen nicht mit einem Kempa-Trick nach Anspiel von Benni Richter mit 12:11 in Führung bringen dürfen. Dieses Traumtor des Handball-Zweitligisten weckte nämlich FrischAuf Göppingen im Zweitrundenspiel des DHB-Pokals auf.

Bis dahin waren die Gäste die Mannschaft gewesen, die der Begegnung ihren Stempel aufgedrückt hatte. Am Ende setzte sich der Erstligist mit 33:24 (Halbzeit 16:13) durch, auch, weil die Dormagener schon ab der 17. Minute auf Ante Grbavac verzichten mussten, der nach drei Zeitstrafen die „Rote Karte“ sah.

Bayer scheiterte 19-mal
an Göppingens Torhüter

Ohne ihren gefährlichsten Rückraumschützen fehlten den Bayer-Handballern auf Dauer die personellen Alternativen, um das Spiel enger zu gestalten. Zudem scheiterten sie gleich 19-mal an Göppingens Torhüter Urh Kastelic. Die Tore für den TSV Bayer erzielten Benjamin Richter (9/3), Carl Löfström (6), Ian Hüter (4), Pascal Noll (2), Jakub Sterba (2) und Joshua Reuland (1), beste Werfer auf Seiten des Erstligisten waren Nemanja Zelenovic (6), Marcel Schiller (6/4), Tim Sörensen (5) und Krazimir Kozina (4).

In den Augen von Dusko Bilanovic waren die frühen Zeitstrafen spielentscheidend: „Zwei von den dreien gegen Ante muss man nicht geben, die waren klar provoziert,“ schimpfte der Dormagener Trainer, „am Ende fehlten uns dann die Alternativen und damit die Kraft, um gegen einen Erstligisten länger mithalten zu können.“ Schließlich musste er von Beginn an auf Nuno Rebelo (Rückenschmerzen) verzichten, Patrick Hüter, Eloy Morante Maldonado (beide verletzt), Heider Thomas (beruflich verhindert) und Julian Köster (Junioren-WM) fehlen ohnehin noch.

Das „Finale“ gegen die Gastgeber hatte die Bayer-Handballer mit mehr Mühe erreicht als ihnen lieb war. Zum einen machten ihnen die Rhein Vikings mit ihrer offensiven Deckung, zum anderen die Dormagener sich selbst mit einer schwachen Chancenverwertung das Leben schwer. 18 Fehlwürfe hatte Trainer Dusko Bilanovic am Ende auf seinem Statistikbogen stehen, allein elf davon gingen auf das Konto von Vikings-Torhüter Matthias Broy, der gegen seine ehemaligen Teamkollegen zu großer Form auflief.

„Klar, Matthes war gut drauf. Aber unsere Abschlüsse waren oft nicht konsequent genug,“ kritisierte Bilanovic seine Angreifer, von denen insbesondere die Außen bedenkliche Schwächen zeigten – vor allem der tschechiche Nationalspieler Jakub Sterba scheint noch nicht so recht im deutschen Handball angekommen. Und drei vergebene Starfwürfe sprechen ebenfalls nicht für die volle Konzentration, mit denen die Dormagener in der gähnend leeren EWS-Arena zu Werke gingen. „So haben wir die Vikings im Spiel gehalten,“ sagte Bilanovic. Weiter als bis auf vier Tore konnte sich der Favorit nicht absetzen, nach 39 Minuten hatte der tapfer kämpfende Zweitliga-Absteiger sogar ausgeglichen (18:18). Das freilich schien ein Weckruf für die Dormagener zu sein, die sich innerhalb von fünf Minuten von 21:20 auf 27:21 absetzten.