Skaterhockey-Bundesliga Crash Eagles Kaarst

Skaterhockey : Showdown in der Stadtparkhalle

Die Crash Eagles Kaarst empfangen die Rockets Essen. Es geht um den Einzug ins Finale der Skaterhockey-DM.

Ob die Wogen sich geglättet haben, die nach dem 12:10-Sieg der Crash Eagles Kaarst im Halbfinal-Rückspiel bei den Rockets Essen vor allem in den sozialen Netzwerken gewaltige Ausmaße annahmen, wird sich zeigen. Doch auch aufs rein Sportliche beschränkt gilt mit Blick auf den Samstagabend in der Kaarster Stadtparkhalle der Satz, den Georg Otten gelassen ausspricht: „Mehr Spannung geht nicht.“

Denn zwischen den vom ihm trainierten Eagles und den Rockets, zwischen dem aktuellen Deutschen Meister und seinem Vorgänger der Jahre 2016 und 2015, geht es dort ab 18.15 Uhr um den Einzug ins Finale der Deutschen Skaterhockey-Meisterschaft, das nur der Sieger erreicht. Und bei allem Respekt vor den beiden anderen Halbfinalisten HC Köln-West und Duisburg Ducks, die sich am Samstag ebenfalls in einem Entscheidungsspiel um den Finaleinzug gegenüberstehen – es dürfte eine Art vorgezogenes Endspiel sein.

In dieses geht der Titelverteidiger nicht unbedingt als Favorit. Zwar spricht der Heimvorteil ebenso für die Kaarster wie der psychologische Moment, die letzte Auseinandersetzung gewonnen zu haben. Doch die Essener haben mit ihrem 14:9 aus dem ersten Halbfinalspiel bewiesen, dass sie in der Lage sind, die Stadtparkhalle zu stürmen. Und sie haben die Eagles in dieser Saison bereits in einem echten Endspiel bezwungen, dem Deutschen Pokalfinale, das sie auf neutralem Boden in Oberhausen mit 9:6 für sich entschieden.

Georg Otten weiß das alles. Trotzdem sagt er: „Wir wollen zum dritten Mal in Folge das Finale um die Deutsche Meisterschaft erreichen.“ Und er weiß auch, wie das gehen soll: „Wir haben uns im zweiten Spiel viel besser auf Essen eingestellt und wollen mit dieser Taktik auch das dritte Spiel bestreiten.“ Im ersten Aufeinandertreffen verschliefen seine Schützlinge das erste Drittel komplett und ließen den Paradesturm der Essener um die Nationalspieler Fabian Lenz und Dominik Luft fast nach Belieben schalten und walten. Das Duo erzielte exakt so viele Tore wie alle Eagles zusammen und war an ebenso vielen als Vorlagengeber beteiligt.

Im zweiten Spiel sah die Sache schon anders aus, gingen doch nur zwei Tore und eine Vorlage aufs Konto der beiden. „Doch Essen hat auch noch andere sehr gute Spieler“, sagt Otten und misst deshalb dem Umstand, dass Fabian Lenz wegen einer Spieldauerdisziplinarstrafe, die er sich eine Sekunde vor der Schlusssirene des Rückspiels einhandelte, am Samstag fehlen wird, keine vorentscheidende Bedeutung bei. „Wir müssen nicht nur an die Leistung anknüpfen, sondern auch die kämpferische Komponente nicht vernachlässigen“, sagt der Eagles-Trainer, „denn mit Schönspielerei gewinnt man bekanntlich keinen Blumentopf.“ Und schon gar kein Halbfinale um die Deutsche Skaterhockey-Meisterschaft.

Nur elf Teams gehen in der Bundesliga an den Start

In der Hauptrunde der Skaterhockey-Bundesliga gehen in der kommenden Saison derweil nur elf statt zwölf Teams an den Start. Der Grund ist, dass neben dem TV Augsburg kein weiteres aufstiegsberechtigtes Team in die Erste Liga wollte. Die Kassel Wizzards und die Red Devils Berlin verzichteten. Der Crefelder SC II darf nicht aufsteigen. Damit bleiben die eigentlich abgestiegenen Commanders Velbert, die Tabellenvorletzter geworden waren, erstklassig. Weil neben dem abgestiegenen Tabellenschlusslicht Miners Oberhausen auch die Sauerland Steel Bulls (freiwilliger Rückzug) nicht mehr erstklassig sind, treten 2019 nur elf Teams an.

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