Rhein-Kreis bei der Weiterbildungs- und Fachmesse: Mit der WeFa 4.0 am 10. Juli gestärkt in die Zukunft

Rhein-Kreis bei der Weiterbildungs- und Fachmesse : Für Weiterbildung lohnen sich weite Wege

Am morgigen Mittwoch, 10. Juli, ist die Weiterbildungsmesse WeFa 4.0 beim BZ Tönisvorst.

Breit gefächert ist die Themenpalette der Weiterbildungs- und Fachmesse „WeFa 4.0“ am morgigen Mittwoch, 10. Juli, in Tönisvorst. Angestellte, Wiedereinsteiger und Menschen, die sich beruflich umorientieren wollen sind dabei ebenso willkommen wie Vertreter von Unternehmen und Weiterbildungsexperten. Insbesondere die Fachberater der Arbeitsagenturen und Jobcenter werden zum Austausch erwartet. Organisiert wird die Messe vom Bildungszentrum (BZ) Tönisvorst und vom Technologiezentrum Glehn, kurz TZG.

„Zum ersten Mal schließen sich die Weiterbildungsträger aus dem Rhein-Kreis Neuss, dem Kreis Viersen sowie den Städten Krefeld und Mönchengladbach zusammen, um die Vielfalt und Leistungsstärke des Angebotes der Weiterbildungsträger in der Region zu präsentieren“, sagt TZG-Geschäftsführer Norbert Kothen. Abgedeckt ist somit der gesamte IHK-Kammerbezirk Mittlerer Niederrhein. Alle 30 Anbieter aktueller Qualifizierungen hätten die Messe organisiert und finanziert.

Die Messe ist auch für Menschen aus der weiteren Region gedacht

Ulrike Groth von der Beschäftigungsförderungsgesellschaft Rhein-Kreis Neuss ist ein „Fan des Lernens“. Neben dem Hauptmotto der Veranstaltung „Lebenslanges Lernen“ vertritt sie zudem die Meinung, dass „die Jacke passen muss“. Soll heißen: Mit der individuell passenden Lernform ist es jedem möglich, Lernen ins Leben zu integrieren „und mit Freude Erfolge zu erzielen“. Hierin liegt für sie auch eine Antwort auf die naheliegende Frage, warum beispielsweise Menschen aus Rommerskirchen nach Tönisvorst im Kreis Viersen fahren sollten, um sich über einen Weiterbildungsträger aus Mönchengladbach oder Krefeld zu informieren: „Da nicht alles überall angeboten wird, kann es durchaus Sinn machen, für die Wunsch-Weiterbildung auch mal etwas weitere Strecken zu fahren.“ Norbert Kothen drückt es so aus: „Wir wollen weg vom Kirchturmdenken.“

Dabei spielt auch der Fachkräftemangel eine Rolle. Der Bedarf an gut ausgebildetem Personal in den Betrieben steigt. „In vielen Branchen ist der Fachkräftemangel bereits angekommen. Dreh- und Angelpunkt ist die Investition in Aus- und Weiterbildung, strategisch geplant, gefördert durch die Agentur für Arbeit“, so der TZG-Geschäftsführer. Ein weiterer Aufhänger ist zudem das im Januar in Kraft getretene „Qualifizierungschancengesetz“. Es bietet Beschäftigten die Möglichkeit, ihr berufliches Vorankommen mit ihrem Arbeitgeber zu gestalten. „Die Förderung stärkt berufliche Fortbildungen ganz gezielt durch Finanzierungsmittel und eröffnet so tolle Chancen“, sagt Norbert Kothen.

Besucher können ein kostenloses Bewerbungsfoto machen lassen

Vor diesem Hintergrund soll die Messe nun allen Besuchern die Chance bieten, ergänzt sein Tönisvorster Kollege Andreas Böhm, sich mit Fachberatern der Bildungsinstitute auszutauschen und Informationen zu aktuellen Qualifizierungen aus erster Hand zu erhalten. Zusätzlich können sich die Besucher auch gleich über die Fördermöglichkeiten am Stand der Arbeitsagentur und Jobcenter beraten lassen, ein kostenloses Bewerbungsfoto machen lassen, in Fahrzeugsimulatoren ihr Können testen und vieles mehr. Neben den BZ-Gebäuden am Tempelsweg 40 im Stadtteil in St. Tönis stehen dafür auch ein eigens geordertes Großzelt sowie die Außenanlagen zur Verfügung. bos