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Zeuge führt Polizei zu Bande von Autodieben

Zeuge führt Polizei zu Bande von Autodieben

Hackenbroich. Der Tipp eines Zeugen hat der Polizei jetzt einen Teilerfolg bei der Fahndung nach Autodieben beschert. In Hackenbroich nahmen die Beamten am späten Dienstagabend einen mutmaßlichen Täter fest.

Wermutstropfen: Zwei weitere Verdächtige konnten trotz umfangreicher und aufwendiger Suchmaßnahmen zunächst entkommen.

Die Vorgeschichte hatte in der Nacht zum 19. Februar, einem Montag, in Delhoven begonnen. Dort war seinerzeit ein Range Rover entwendet worden. Der zwei Jahre alte weiße Wagen hatte an der Hans-Scholl-Straße gestanden, ehe sich seine Spur verlor. Ein zeuge teilte der Polizei nun aber mit, dass sich der Range Rover in einer Garage an der Benzstraße in Hackenbroich befinden würde. Die Polizei ging dem Hinweis nach und beobachtete an der Benzstraße drei verdächtige Personen, die mit einem gemieteten VW auf das Gelände fuhren. Wenige Augenblicke später habe sich dort dann das Tor einer Garage geöffnet und den Blick auf den gestohlenen Range Rover freigegeben, berichteten die Beamten gestern. Am Steuer saß ein 44-jähriger Mann aus Lettland; er schickte sich an, mit dem Wagen wegzufahren, doch eine Streifenwagenbesatzung verhinderte das, indem sie die Ausfahrt versperrte. Der Lette wurde festgenommen.

Er sollte gestern noch auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter in Neuss vorgeführt werden. Die beiden anderen Verdächtigen konnten in dem gemieteten VW flüchten — trotz „ausgedehnter Fahndungsmaßnahmen“, wie die Polizei es beschreibt. Tatsächlich waren an der Suche nach den Flüchtigen, die nach Angaben der Ermittler gestern Nachmittag noch andauerte, mehrere Streifenwagen, ein Hubschrauber und zwei Diensthunde beteiligt.

Neben dem in Delhoven gestohlenen Range Rover stellten die Beamten auf dem Areal an der Benzstraße übrigens ein weiteres teures Fahrzeug sicher: einen BMW X5. Der war zuvor ebenfalls als gestohlen gemeldet worden. Allerdings nicht im Rhein-Kreis, sondern in Bergisch Gladbach. Die Tat hatte sich erst vor einigen Tagen ereignet — am vergangenen Donnerstag, 26. April. ssc