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Verschönerungskur für den Konvent

Verschönerungskur für den Konvent

Planungsausschuss fasst Grundsatzbeschluss, jetzt werden Bürger beteiligt

Neuss. Nein, schön ist die Straße nicht. Wer vom Hauptstraßenzug zum Meererhof will, wird den Konvent vor allem als Durchgangsweg nutzen. 70er-Jahre-Flair der krassen Form charakterisiert diesen Teil der Fußgängerzone, Oder, wie es die Verwaltung ausdrückt: „Die Straße Am Konvent befindet sich baulich und gestalterisch in einem unbefriedigenden Zustand“. Das soll sich jetzt ändern.

Der Planungsausschuss fasste am Dienstag nach kontroverser Diskussion wegen hoher Kosten und noch unklarer Umlegungshöhe auf die wenigen Anlieger mehrheitlich den Grundsatzbeschluss zur Umgestaltung. Nun wird die Bürger- und Anliegerbeteiligung vorbereitet.

Die Ausgangslage ist bekannt: Betonplatten und Klinkerfassaden, Anstieg zum Meererhof, Stufen, eingesackte Pflanzbeeteinfassungen, marode Plattenbeläge, die nicht mehr ersetzt werden können. Nun könnten die Überlegungen des 16 Jahre alten Penkerplans zur Innenstadt-Umgestaltung Grundlage einer Verbesserung werden. Dieses alte Innenstadtkonzept beinhaltet auch eine Aufwertung der Seitenstraßen, entsprechend wurden bereits Straßen wie Glockhammer, Kastellstraße oder der Freithof umgestaltet.

Die Verwaltung schlägt nun vor, den kompletten Straßenbelag zu erneuern, Pflanzbeete zu reduzieren und „geradlinige, großzügige Stufenanlagen“ zu den Seitenbereichen anzulegen. Am Kaufhof werden die Klinkermauern, weil im privaten Besitz, bestehen bleiben.

Verwirrung herrschte zunächst über die Mittel für das Projekt. Es geht um 1,07 Millionen Euro. Laut Verwaltungsvorlage sollten sie im laufenden Haushalt 2012 zur Verfügung stehen. Dies wurde während der Sitzung aber dahingehend korrigiert, dass der Betrag in zwei Tranchen für 2013 und 2014 vorgesehen sei. Einen längeren Vorlauf braucht das Projekt ohnehin. Nun wird es zunächst die Bürgerbeteiligung geben, deren Ergebnisse werden in eine neue Vorlage für Planungsausschuss eingearbeitet.