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Umbruch: TAS-Team will weitermachen

Umbruch: TAS-Team will weitermachen

Trägerverein kündigt an, dass der Spielbetrieb bis Ende Februar auf jeden Fall gesichert sei. Trauerfeier am Montag.

Neuss. Wie geht es weiter mit dem Theater am Schlachthof? Vier Tage nach Bekanntwerden des Todes von Theaterleiter Reinhard Mlotek haben die ersten Gespräche stattgefunden. Dennis Palmen vom Trägerverein Eigen-Art sagt: „Der Spielbetrieb ist bis Ende Februar in jedem Falle gesichert.“

Reinhard Mlotek starb am 30. November im Alter von 54 Jahren, einen Tag nach der Weihnachtsfeier an der Blücherstraße. Als er sich einige Tage nicht bei Angehörigen und Freunden meldete, verständigten sie die Polizei, die Mlotek am vergangenen Sonntag in seiner Düsseldorfer Wohnung fand. Fest steht nun, dass der engagierte und unermüdliche Theatermann eines natürlichen Todes starb.

In Würdigung ihres Chefs, der das Theater aufbaute, künstlerisch und kaufmännisch führte, plant das TAS-Team für Februar 2012 einen Theaterabend zu seinem Gedenken. Gleichzeitig soll diese Aufführung Rückblicke auf berührende, unterhaltsame oder nachdenklich stimmende Momente in der bisherigen Geschichte des Theaters bieten. Deshalb rufen der Vorstand des Trägervereins und alle Mitarbeiter und Ensembles des Theaters die Zuschauer und das Neusser Stammpublikum auf, ihre „TAS-Erinnerungen“ einzusenden. Entweder per Mail an info@tas-neuss.de oder per Post an: Theater am Schlachthof, Blücherstraße 31, 41460 Neuss.

Zahlreiche Anrufe und Mails erreichten das TAS in den vergangenen Tagen. Neben der Anteilnahme ging es in den Anfragen vor allem um die Weiterführung des Spielplans. Dennis Palmen betont, dass die anstehenden Vorstellungen im Dezember, darunter die Premiere der Opossum Nikolaus-Show am Freitagabend und weitere Aufführungen von „Weihnachten bei Tiger und Bär“ sowie „Raumpatrouille - Der Kampf um die Sonne“ planmäßig stattfinden werden. Auch das bereits verschickte Programmheft für Januar und Februar 2012 bleibe gültig. Alle Stunk-Sitzungen werden stattfinden.

Neben der Trauer und Anteilnahme mit den Angehörigen liege dem Vorstand des Trägervereins und den Mitarbeitern sowie dem Ensemble ein langfristiger Fortbestand des Theaters am Herzen, sagte Dennis Palmen am Donnerstag.

Bei einer internen Sitzung wurden jetzt erste Details besprochen. Britta Franken, die mehr als zehn Jahre lang bis Anfang 2011 als Assistentin der Geschäftsführung viele Belange des TAS koordiniert hat, hat dem Vorstand ihre Hilfe für eine erste Bestandsaufnahme angeboten.

In einer für den 22. Dezember einberufenen Mitgliederversammlung des Vereins Eigen-Art sollen weitere organisatorische und strukturelle Maßnahmen geklärt werden. Palmen fasst zusammen: „Auch wenn in den nächsten Wochen vieles koordiniert werden muss, steht für die Beteiligten im TAS fest: Das Theater im Schlachthof soll auch in Zukunft als fester Bestandteil der Neusser Kulturszene erhalten bleiben.“

Nach der Beisetzung am kommenden Montag in Düsseldorf findet im TAS ab 13 Uhr eine Trauerfeier statt.