Umbau an der Bahnstraße startet

Umbau an der Bahnstraße startet

Eine schmalere Fahrbahn, mehr Platz für die Gastronomie — die Bahnstraße zwischen Ostwall und Fußgängerzone soll künftig mehr Aufenthaltsqualität bieten — und zwar pünktlich bis zum Schützenfest.

Grevenbroich. Für mehr als ein Vierteljahr wird die Bahnstraße zwischen der Erftbrücke und dem Ostwall zur Baustelle. Im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) wird die Straße in zwei Bauabschnitten komplett neugestaltet. In diesem Jahr steht der östliche Bereich ab der Fußgängerzone an. „Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen“, erklärt Stephan Renner. Der Stadtsprecher erläutert, wie die Straße künftig aussehen soll.

Foto: salz

Gebaut wurde bereits in den vergangenen Wochen an den Versorgungsleitungen. „Nach Pfingsten startet der Umbau der Bahnstraße“, kündigt Stephan Renner an.

Stephan Renner, Stadtsprecher

Das Grundprinzip: Die neugestaltete Straße soll mehr Platz für Fußgänger sowie zum Verweilen bieten. Das geht zu Lasten des Raums für den Autoverkehr. „Die heutige Fahrbahnbreite stammt aus der Zeit, in der die Bahnstraße dort die Hauptzufahrtstraße in die Innenstadt war, diese Breite ist heute nicht mehr nötig“, erklärt Stadtsprecher Renner.

Die Fahrbahn, hier gilt Tempo 30, wird nun auf fünf Meter verkleinert. Sie soll auch von den Radfahrern genutzt werden. Den Passanten werden bis zu rund vier Meter breite Gehwege zur Verfügung stehen, sie bieten ausreichenden Platz zum Bummeln. Zwischen Fahrbahn und Bürgersteig werden Sonderflächen für Mehrzwecknutzungen angelegt. Sie können beispielsweise im Winter zum Parken dienen, im Sommer würden dort Tische und Stühle für die Außengastronomie aufgestellt werden. Denkbar sind auch Außenverkaufsflächen für Läden — solche Nutzungen müssen bei der Stadt beantragt werden.

Die Pflasterfarben stehen bereits fest: Die Parkflächen werden in einem dunklen Anthrazit deutlich vom Grau der Gehwegflächen abgesetzt. Auch für neues Grün wird gesorgt, nachdem als Vorbereitung für den Umbau fünf Lindenbäume gefällt worden waren. Als Ersatz sollen zehn Säuleneichen mit schmalem Wuchs gepflanzt werden. „Die Straße wird schön werden und die Attraktivität des gesamten Viertels erhöhen“, erläutert Stephan Renner die Pläne.

Doch zunächst müssen Anlieger, Passanten und Autofahrer mit Beeinträchtigungen leben. Wie schon während der Leitungsarbeiten bleibt die Bahnstraße während des Umbaus eine Einbahnstraße in Fahrtrichtung Ostwall. Gewerbetreibende hatten die Fahrtmöglichkeit in entgegengesetzte Richtung, also zur Innenstadt hin, gewünscht. Laut Stadtverwaltung ist das aber aus verkehrstechnischen Gründen nicht möglich, weil Lastwagen und andere Autos auf der Karl-Oberbach-Straße vor der Baustellenabsperrung wenden müssten. „Bei den Asphaltarbeiten kann es sein, dass die Fahrbahn für circa zwei Tage komplett gesperrt werden muss“, kündigt Stadtsprecher Stephan Renner weitere Einschränkungen an.

Die Haus- und Geschäftseingänge sollen während der Bauzeit, teilweise mit Hilfe von Fußgängerbrücken oder anderen Provisorien, erreichbar bleiben. „Zum Grevenbroicher Schützenfest soll der Umbau abgeschlossen sein“, kündigt der Stadtsprecher an. Das Fest des Bürgerschützenvereins startet Samstag, 1. September.

Im kommenden Jahr geht es weiter, dann soll der zweite Bauabschnitt der mittleren Bahnstraße zwischen dem Ostwall und dem Kreisverkehr am früheren Finanzamt neu gestaltet werden. Damit soll dann eine attraktive Verbindungsachse zwischen der Fußgängerzone und dem Bahnhofsviertel entstehen.