TSV trifft auf formstarken Gegner

TSV trifft auf formstarken Gegner

Tabellenführer der Fußball-Landesliga gastiert morgen beim Tabellenvierten Spvg. Odenkirchen. Die Partie des VdS Nievenheim fällt aus.

Rhein-Kreis. Spitzenspiel in der Fußball-Landesliga: Tabellenführer TSV Meerbusch tritt beim Tabellenvierten Spvg. Odenkirchen an. Weil die Partie auf Kunstrasen stattfindet, dürfte sie ebenso stattfinden wie die des TSV II und die des VfL Jüchen-Garzweiler. Alle Teams spielen ebenso wie der SC Kapellen morgen um 15 Uhr. Die Begegnung des VdS Nievenheim wurde dagegen abgesagt — wie alle Spiele in Dormagen. Die Stadt Neuss hat für das Wochenende alle Rasen- und Ascheplätze gesperrt.

Auf den TSV wartet eine schwere Aufgabe. Die Gladbacher sind die Mannschaft der Stunde, sie haben sich mit einer eindrucksvollen Serie bis auf den vierten Platz verbessert. Ihnen fehlt nur noch ein Zähler auf Rang drei, der über die Relegation in die Oberliga führen kann. Nach elf Spieltagen rangierte die Spielvereinigung lediglich im Mittelfeld der Tabelle, hat seitdem aber nicht mehr verloren und ist beste Mannschaft der vergangenen zehn Spieltage (acht Siege). „In Odenkirchen zu spielen, gehört zurzeit zu den schwersten Aufgaben, die ich mir in der Liga vorstellen kann“, sagt TSV-Teammanager Horst Riege: „Dort werden wir nur bestehen können, wenn wir unsere Bestleistung abrufen.“

Der TSV, der das Hinspiel mit Mühe 2:0 gewann, wird ohne drei wichtige Akteure antreten müssen. Kevin Dauser ist angeschlagen, Marcel Kalski (Rote Karte) und Semir Purisevic (5. Gelbe Karte) sind gesperrt.

Die in der Landesliga gegen den Abstieg kämpfende Zweite des TSV muss am Windmühlenweg gegen den Tabellensiebten ASV Süchteln antreten. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze ist auf einen Punkt geschmolzen, im Falle einer Niederlage droht der Sturz auf einen Abstiegsplatz. „Das ist ein starker Gegner, das wird richtig schwer“, sagt Meerbuschs Spielertrainer Daniel Klinger, der wegen seines Platzverweises weiterhin gesperrt ist. „Wir werden uns in Topform präsentieren müssen, wenn wir etwas holen wollen“, ergänzt er.

Dabei wird der TSV II auf seine beiden Torleute Fabian Meier (krank) und Jan Recker (Zerrung) verzichten müssen. Weitere Ausfälle drohen, weil unter der Woche wegen der Grippe- und Erkältungswelle nur acht Spieler beim Training waren.

Derweil hat Klinger, der nach der Saison den Trainerposten abgibt, eine neue Aufgabe gefunden: Der 32-Jährige geht zurück zu seinem Heimatverein SC Schiefbahn, der in der Kreisliga A spielt.

Die nächste schwere Aufgabe für den SCK: Eine Woche nach der 0:2-Pleite beim Spitzenreiter TSV Meerbusch stellt sich der Tabellenzweite SC Union Nettetal im Erftstadion vor. „Kapellen muss gewinnen, für die ist das die letzte Chance im Aufstiegskampf“, glaubt Union-Kapitän Martin Stroetges. Ganz anders sieht es hingegen SCK-Trainer Oliver Seibert, der klarstellt: „Der SC Kapellen hat in dieser Saison nicht einmal formuliert, dass er aufsteigen will.“ Darüber hinaus sei seine Mannschaft auch einfach noch kein Aufstiegsaspirant: „Die Top drei, geschweige denn die Top zwei, haben wir schon ganz lange abgeschrieben. Wir sind kein Spitzenteam, das hat das Meerbusch-Spiel noch mal ganz klar gezeigt.“ Was aber nicht bedeuten soll, dass Seibert mit seinem Team unzufrieden ist: „Wir sind total im Soll.“

Kapellen kann personell beinahe wieder aus dem Vollen schöpfen. Während Philipp Suhr mit einem Muskelfaserriss ausfällt, kommt Manu Ioannidis nach zwei Einsätzen für die Reserve wieder infrage. Abwehrmann Marcel Koch schaffte gegen Meerbusch nach seiner Leisten-OP gleich wieder 90 Minuten. „Marcel ist für uns ein ganz wichtiger Spieler, der sofort wieder Verantwortung übernommen hat“, sagt Seibert, der auch Ersatzkeeper Miguel Ferreira lobt, der wohl wieder spielt: „Er hat das super gemacht.“

Personell sieht es beim VfL schlecht aus, beim Training zählte Co-Trainer Torsten Müllers unter der Woche neun bis zwölf fitte Spieler. Sorgen macht ihm das aber nicht: „Unser Kader ist breit genug und jeder Spieler hat hier seine Daseinsberechtigung.“