TSV Meerbusch feiert die Rückkehr in die Oberliga

TSV Meerbusch feiert die Rückkehr in die Oberliga

Nach dem 2:1 gegen Mönchengladbach ist dem Team die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen.

Rhein-Kreis. Der TSV Meerbusch ist zurück in der Fußball-Oberliga. Ein Jahr nach dem bitteren Abstieg in die Landesliga machte das Team durch einen 2:1 (2:0)-Sieg gegen den 1. FC Mönchengladbach vorzeitig die Meisterschaft sowie die Rückkehr in die fünfthöchste Spielklasse perfekt. „Es war eine durchweg tolle Saison“, sagte Christoph Peters, Sportlicher Leiter des TSV. „Unser Ziel war es natürlich, sofort wieder hochzukommen. Dass uns das in so souveräner Manier gelungen ist, konnte man aber nicht erwarten.“ Ein Sonderlob verteilte Peters an Trainer Toni Molina und Teammanager Horst Riege: „Die beiden haben einen überragenden Job gemacht. Besser kann man im Amateurbereich auf diesen Posten nicht aufgestellt sein.“

Im vorletzten Heimspiel der Saison reichtedem TSV eine solide Vorstellung, um die letzten Zweifel am Aufstieg zu beseitigen. In der 13. Minute nahm Kevin Dauser Maß und traf zur Führung. Für den Blondschopf war es schon der 17. Saisontreffer. Der TSV diktierte weiter das Geschehen und sorgte kurz vor der Pause durch Lukas van den Bergh, der aus spitzem Winkel traf, für die Vorentscheidung. Im zweiten Durchgang beschränkten sich die Hausherren darauf, den Vorsprung zu verwalten. Zwar kam Gladbach in der 78. Minute noch zum Anschlusstreffer, doch in der Schlussphase ließ der Spitzenreiter nichts mehr anbrennen.

Bereits in den letzten Spielminuten streiften Spieler, Trainer und Betreuer die blauen Meistershirts über. Nach dem Schlusspfiff gab es dann kein Halten mehr, mit Bierduschen wurde der Oberliga-Aufstieg gebührend gefeiert. „Der Schritt zurück in die Landesliga hat uns im Nachhinein gut getan“, meinte Peters. Alle seien dadurch noch einmal geerdet worden, der Verein habe sich zudem noch einmal neu aufstellen können. Ziel für die neue Saison ist zunächst einmal der Klassenerhalt. Acht Neuzugänge, teilweise aus höheren Ligen, sind bereits fix. Namen wollte Peters allerdings noch nicht verraten: „Jetzt wollen wir erst einmal den Moment genießen und feiern. Alles weitere kommt später.“

Auch der TSV Meerbusch II hatte am Sonntag allen Grund zu feiern. Durch den 4:0 (2:0)-Erfolg beim VdS Nievenheim, dem dritten Sieg in Folge, baute das Team sein Polster auf den Relegationsplatz auf drei Zähler aus. „Die Mannschaft lebt wieder“, sagte TSV-Trainer Roberto Gambino. Der Auftritt in Nievenheim war der nächste Beweis für das neue Selbstvertrauen der Blau-Gelben. Mit Ausnahme einer kleinen Schwächeperiode nach der 1:0-Führung durch Steffen Drees (21.) hatten sie die Partie jederzeit im Griff. Drees (40./59.) sorgte mit zwei weiteren Treffern für die Vorentscheidung, ehe Romel Anyomi (65.) den Schlusspunkt setzte. Am Sonntag, 27. Mai, kommt es für die TSV-Reserve zum Kellerduell gegen den direkt hinter ihr platzierten ASV Mettmann. „Wir haben uns in den letzten Wochen eine exzellente Ausgangsposition erarbeitet. Doch einen Schritt müssen wir noch machen“, so Gambino.

Währenddessen ist der VdS Nievenheim nun auch sportlich da angelangt, wo er nach dem angekündigten Rückzug am Ende der Saison ohnehin stehen wird: auf einem Abstiegsplatz 17. Vorwürfe des vollkommen desillusionierten Trainers Michele Lepore gab es aber keine. „Natürlich haben alle im Hinterkopf, dass der Abstieg feststeht. Ich bringe das hier jetzt einfach zu Ende“, sagte Lepore.

Nach zuletzt vier sieglosen Spielen in Folge gewann der SC Kapellen das Duell um Platz fünf in Odenkirchen mit 3:1 (0:1) und wahrte damit seine Chance, die erste Saison nach dem Abstieg aus der Oberliga auf dem vierten Rang abzuschließen. „Wir waren von der ersten bis zur 90. Minute die eindeutig bessere Mannschaft“, sagte Trainer Oliver Seibert. Weil der Ball aber zunächst nicht über die Linie wollte, und stattdessen Pascal Moseler die Hausherren in Führung schoss (36.), traf Kapellens Coach zur Halbzeitpause in der Kabine auf ziemlich angefressene Spieler. „Klar, wenn ein Spiel — und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison — so läuft, fühlt man sich schlecht. Man ist wütend. Ich habe meinen Jungs darum geraten, diese Gefühle in Entschlossenheit umzusetzen.“

In der zweiten Hälfte wurden die Gäste dann endlich für ihren Aufwand belohnt. An allen drei Treffern des SCK war Maximilian Kuznik beteiligt: Vor dem 1:1 verlängerte er den Ball nach einer Hereingabe so zielgenau, dass ihn Sven Raddatz ins Netz bugsieren konnte (49.). Die Tore zum 2:1 (62.) und 3:1 (84.) erzielte der Offensivmann gleich selbst. Kein Wunder, dass Seibert mit seinem Team sehr zufrieden war. Sein Lob galt im Übrigen für die ganze Saison, „die nicht einfach war. Man muss sich doch nur angucken, wie es anderen Vereinen nach dem Abstieg ergangen ist. Ich finde, hier ist gut gearbeitet worden.“