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„Tour de Furth“ zeigt die Kirchen der Nordstadt

„Tour de Furth“ zeigt die Kirchen der Nordstadt

Bei einer Diskussionsrunde sprachen die Teilnehmer im Anschluss über aktuelle Themen.

Nordstadt. Auf den Tag genau machten 30 Radler der „Tour de Furth“ Station in dem nach Plänen des Neusser Architekten Norbert Hartmann errichteten Gotteshaus: Am 17. Oktober 1966 wurde die katholische Kirchengemeinde Thomas Morus in Vogelsang errichtet. Ein Brief aus dem Generalvikariat der Erzdiözese Köln belegt das. Das Goldjubiläum soll im nächsten Jahr groß gefeiert werden. Das Kirchengebäude selbst wurde später gebaut.

„Thomas Morus“ war eine von drei Kirchen, die bei der siebten Auflage der „Tour de Furth“, ausgerichtet unter anderem vom Initiativkreis Nordstadt, angesteuert wurden. Die Leitung der Radtour hatten Initiativkreis-Vorsitzender Joachim Goerdt und Nordstadt-Kenner Peter Dieter Schnitzler. Start war an der Pfarrkirche St. Josef, wo der langjährige Küster Norbert Braun das 1888 geweihte Gebäude vorstellte. Am Weißenberger Weg kehrte die Gruppe in der Auferstehungskirche ein, wo Pastor Helmut Schmidt nicht nur Kirchengebäude und Gemeinderäume zeigte, sondern auch einen Einblick in das Leben der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde gab, die im Neusser Norden nur noch 60 Mitglieder zählt. In „besseren Zeiten“, so berichtete Helmut Schmidt, seien es einmal „fast 200“ gewesen. Darum werde aktuell auch die Fusion mit einer Nachbargemeinde geprüft.

Den spannenden Abschluss der „Tour de Furth“ bildete eine abwechslungsreiche Diskussionsrunde im Atelier des Willi-Graf-Hauses. Ingrid Schäfer, CDU-Ratsfrau und Vorstand im Initiativkreis, kündigte bei der Gelegenheit an, das „Tor zur Nordstadt“, gemeint ist die Unterführung am Bahnhof, werde schon bald wieder attraktiv beleuchtet sein. Ein Problem seien weiterhin die Tauben. Daher werde erwogen, ein Netz zu spannen, um die Vögel aus der Unterführung zu vertreiben und dort somit auch für mehr Sauberkeit zu sorgen.

Von einer Initiative der Neusser Sozialdemokraten berichtete Ratsherr Heinrich Thiel: Ziel eines SPD-Ratsantrags werde eine durchgehende Beleuchtung für den Weg im Stadtwald entlang des Nordkanals sein. Thiel, der ebenfalls dem Initiativkreis-Vorstand angehört, sagte, er sei auf der Suche nach Mitstreitern aus allen Fraktionen, um das Projekt zu realisieren. lue-