Stadt neuss bekundet öffentlich Interesse an Landesgartenschau 2026

Neusser Bürgermeister schreibt an Ministerpräsidenten : Stadt fordert Hilfe für Hansetag und Landesgartenschau ein

Bürgermeister Reiner Breuer schrieb an den Ministerpräsidenten.

Die Stadt Neuss hat ein grundsätzliches Interesse an der Ausrichtung einer Landesgartenschau. Das hat Bürgermeister Reiner Breuer in einem Schreiben an den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet deutlich gemacht, den er in gleichem Atemzug um Unterstützung bei diesem Projekt bittet. Mit der schriftlichen Interessenbekundung hat Breuer schon dem Wunsch von SDP- und FDP-Fraktion entsprochen, die das Thema forcieren wollen. In der Tat drängt die Zeit. Denn Breuer spricht konkret von der Ausrichtung der Landesgartenschau 2026 – die für 2020 und 2023 geplanten Veranstaltungen sind bereits an Kamp-Lintfort und Höxter vergeben – und für diesen Termin ist nach Auskunft von Stadt-Pressesprecher Peter Fischer 2021 Bewerbungsschluss beim Land.

Breuer hat den Brief offenbar mit Bedacht noch vor der Neusser Kirmes platziert, denn er knüpft an den Besuch des Ministerpräsidenten an, der im Vorjahr Ehrengast des Neusser Bürger-Schützen-Vereins war. „Der Tradition verpflichtet, blicken wir in Neuss in die Zukunft und wollen unsere Stadt und ihre Stadtteile weiterentwickeln“, schreibt Breuer, der das Thema Landesgartenschau mit der Ausrichtung des Hansetages 2022 verknüpft. Mit ihm solle die Identität von Neuss als Hansestadt am Rhein gestärkt werden, schreibt Breuer. Er bringt den Wunsch zum Ausdruck, dass sich das Land „in angemessenem Umfang einbringt.“

Der Neuesser SPD-Parteichef Sascha Karbowiak kann die Linie Breuers, in dem Brief beide Events zu verbinden, auch inhaltlich nachvollziehen. Weil das potenzielle Kerngelände der Landesgartenschau nach Vorstellung von SPD und FDP in der Achse Hafen-Rennbahn-Rheinpark liegt, „passt das zum Hansetag-Gedanken und  zu den Anstrengungen, Neuss Richtung Rhein zu entwickeln.“

Karbowiak geht ebenso wie Michael Fielenbach, Chef der Neusser FDP, davon aus, dass mit der Interessenbekundung in Richtung Land nur ein erster kleiner Schritt getan ist. Nun müsste sich die Politik zeitnah mit dem Projekt Landesgartenschau befassen, das langfristig große Chancen für die Stadtentwicklung bietet. Eine Basis für das nun zu entwickelnde Konzept sei mit dem Räumlichen Strukturkonzept und dem Grünentwicklungsplan bereits gelegt. Weitere Anregungen erhofft sich die Politik aus dem Galabau-Projekt „Türe, Tore, Transparenz. Trittsteine für die Grünentwicklung der Stadt Neuss“.

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