Spitzenkandidat Geerlings: Für die eigene Mehrheit

Spitzenkandidat Geerlings: Für die eigene Mehrheit

Der Spitzenkandidat verfolgt ein „Weiter so“ mit teils neuen Themen.

Neuss. Ebenso lang wie sein Kontrahent Reiner Breuer ist Jörg Geerlings im Rat aktiv — immer auf Seiten der Mehrheit. Zuerst mit der alleinigen CDU-Mehrheit, dann im Verbund mit der FDP; ein Partner, wie er sagt, mit dem es eine gute Zusammenarbeit gab. Wäre das ein Modell auch für die nächste Ratsperiode? Die CDU kämpfe für die eigene Mehrheit, sagt er, bekennt aber auch: Andernfalls seien die Liberalen erster Ansprechpartner.

Foto: Ingel

Als Schwerpunkt des CDU-Wahlkampfes nennt Geerlings die Verbindung von Wirtschafts- und Sozialpolitik. „Gute Wirtschaftspolitik ermöglicht gute Sozialpolitik. Und es läuft gut“, sagt er. Das klingt nach einem konsequenten „Weiter so“. Geerlings schränkt ein: Im Prinzip gehe es um das „Weiter so erfolgreich“, auch bei neuen Themen wie etwa Inklusion oder dem demografische Wandel.

Eines der wichtigsten Themen der kommenden Jahre werde die Ausgestaltung des Flächennutzungsplans. „Wir müssen Gewerbeflächen schaffen, wir müssen Wohnraum schaffen und durch ein erhöhtes Angebot die Preise im Griff halten“, betont der Spitzenkandidat. „Im Einzelfall“ könne bei neuen Projekten auch eine Quote für öffentlich geförderten Wohnungsbau festgelegt werden, so etwa bei der Bebauung des Alexianergeländes.

Generell sei die CDU gut aufgestellt, sagt Geerlings mit Nachdruck und erklärt auch Differenzen bei der Aufstellung der Kandidatenliste für längst beendet. Eine weitere Irritation störte erst vor kurzem den Wahlkampf: Die Diskussion um das mit rotem Halbmond verfremdete CDU-Logo auf Werbeartikeln eines türkischstämmigen Ratskandidaten hatte Formen angenommen, mit der auch Geerlings nicht gerechnet hat. Er verweist darauf, er habe eine eindeutige Erklärung zur Bedeutung des christlichen Menschenbilds abgegeben und stelle sich im Übrigen hinter den Kandidaten.

Wird Geerlings der nächste Bürgermeisterkandidat der CDU? Keine Überraschung, er äußert sich nicht. Er werde sich noch erklären — rechtzeitig.