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Schulzentrum Weberstraße: 1200 Schüler werden satt

Schulzentrum Weberstraße: 1200 Schüler werden satt

Mensa im Schulzentrum Weberstraße wurde nach einem Jahr in Betrieb eingeweiht.

Neuss. Während im Obergeschoss die Reden zur offiziellen Einweihung der neuen Schulmensa an der Weberstraße gehalten werden, zieht aus dem Untergeschoss bereits der Geruch von Mittagessen hinauf.

Ab 12.30 Uhr übernehmen wieder die Schüler des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums und der Realschule Südstadt das Gebäude.

Mittlerweile ist das Alltag. Bereits seit September vergangenen Jahres werden in dem rund 7,5 Millionen Euro teuren Komplex, an den eine Sporthalle und die Bibliothek des Gymnasiums angeschlossen sind, an hungrige Schüler Mittagessen ausgeteilt — pro Tag bis zu 1200 Mahlzeiten in drei Schichten.

Dass die Eröffnung mehr als ein Jahr nach der Inbetriebnahme stattfand, lag laut Gymnasiumsleiter Gerhard Kath an „diversen Kleinigkeiten“, die in der Vergangenheit zu erledigen waren, damit das Gebäude voll genutzt werden kann. Kath nennt als Beispiel eine fehlende elektrische Datenverbindung zwischen Schul- und Bibliotheksgebäude. „Es ist noch nicht alles funktionsfähig“, sagt Kath.

Das Projekt wurde seinerzeit unter zeitlichem Hochdruck begonnen, weil das Land mit dem Konjunkturpaket II unverhofft Geld verteilte, dessen Vergabe an Termine gekoppelt war.

Als Herzstück bezeichneten sowohl stellvertretende Bürgermeisterin Jana Pavlik als auch Schuldezernentin Christiane Zangs das halbkreisförmige Gebäude, das im Zentrum der umliegenden Schulen liegt. Das soziale Leben abseits des Unterrichts soll sich hier abspielen. Zentral bleibt natürlich das Essen. „Die Kinder haben hier die Möglichkeit, in angenehmer Atmosphäre eine ausgewogene Mahlzeit zu sich zu nehmen“, sagte Pavlik.

Nötig wird die Verpflegung durch den offenen Ganztag mit Nachmittagsunterricht an beiden weiterführenden Schulen sowie das verkürzte G8-Abitur. „Die Mensa wird von den Schülern angenommen“, sagt Gerhard Kath als Zwischenbilanz, das Schulleben habe sich „positiv entwickelt“.

Zwei Jahre lang mussten die Schüler zuvor in Containern zu Mittag essen. „Das war schlimm. Es war viel zu eng. Hier ist mehr Platz“, sagen Kateline und Elena (beide 13) von der Realschule, die nach der Öffnung mittags an den Mensatischen sitzen.

Das Essen findet Anklang bei den beiden Schülerinnen. Meistens bedienen sie sich am Nudelbuffet, das zusätzlich zu drei Menüs zur Auswahl steht. „Bei den Nudeln kann man sich so viel nehmen wie man will“, sagt Elena zum Vorteil gegenüber den Menüs. Tomaten- oder Käsesoße dazu — „voll lecker“, sagen die Schülerinnen.