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Schlossbad öffnet vor Sommerferien

Schlossbad öffnet vor Sommerferien

Die Mitglieder des Sportausschusses durften bereits einen Rundgang durch das neue Bad machen.

Grevenbroich. Kurz vor den Sommerferien soll es los gehen. Das neue Schlossbad wird am Mittwoch, 4. Juli, offiziell eröffnet. Diesen Termin nannte Willi Peitz, Geschäftsführer des Bauherrn GWG Kommunal, jetzt vor den Mitgliedern des Sportausschusses. Bei einem einstündigen Rundgang durch das Bad zeigten sich die Politiker begeistert von der modernen Anlage. Einhellige Meinung: Die neue Freizeitstätte am Ufer der Erft wird den Grevenbroichern gefallen. Innen ist bereits alles fertig: Sport-, Freizeit-, Kinder- und Lehrbecken laden zum Schwimmen ein — ebenso das Außenbecken.

Foto: Piel

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Zum Start im Juli kann die Liegewiese noch nicht genutzt werden. „Das Außengelände wird erst im September fertiggestellt“, sagt Peitz. Um die Bad-Besucher von den dort laufenden Arbeiten abzuschotten, soll eine Plane errichtet werden. Was dahinter passiert: GWG Kommunal wird die Grünfläche in drei Bereiche unterteilen — einen für Familien, einen für junge Leute und einen für diejenigen, die es ruhiger haben wollen.

Foto: Piel

Für Kinder wird ein Spielplatz gebaut, der neben einem Kletterschiff auch Rinnen und Rondells bietet, durch die Wasser gepumpt werden darf. Insbesondere für Jugendliche ist eine Art Sandstrand vorgesehen, der zum Relaxen einlädt; auch Beachvolleyball kann dort gespielt werden. Eine Textil-Sauna — untergebracht in Kabinen — rundet das Outdoor-Angebot ab. „Optional“, so Peitz, soll ein Zugang vom Bad-Gelände zum Biergarten des Schloss-Restaurants geschaffen werden.

Foto: Piel

Platz für Fahrräder wird es gleich neben dem Schlossbad geben, mit Ladestationen für E-Bikes, die videoüberwacht werden sollen. Für Besucher, die mit dem Auto kommen, wird der Parkplatz an der Spielspinne hergerichtet. Entgegen ursprünglicher Pläne soll er aber nicht bewirtschaftet werden, sondern weiter allen Autofahrern kostenlos zur Verfügung stehen. Auch dort ist eine Ladestation für Elektro-Fahrzeuge angedacht.

Foto: Piel

Was die Außengestaltung des Badkörpers betrifft: GWG Kommunal liegt weiter im Clinch mit der Fassadenbau-firma. „Wegen statischer Mängel“, sagt Peitz. Der Bauherr befürchtet, dass die montierten Platten samt der Unterkonstruktion herabfallen und Besucher verletzen könnten. „Um eine Betriebsgenehmigung für das Bad zu erhalten, muss die Fassade daher mit einem Netz gesichert werden.“

GWG Kommunal hat sich von dem Unternehmen getrennt und wartet nun auf einen gerichtlich bestellten Gutachter, der ein Beweissicherungsverfahren vornehmen soll. Ist dieses abgeschlossen, kann der Fassadenbau neu ausgeschrieben werden. „Ob das noch in diesem Jahr geschehen wird, ist offen“, sagt Peitz. Durch den Ärger mit der Fassade ist der Bauherr in Verzögerung gekommen, die ursprünglich fürs Frühjahr ins Visier genommene Eröffnung musste in den Sommer verschoben werden. Das hatte auch Folgen für die Belegschaft: Das für das Schlossbad eingestellte Personal sei größtenteils „gegen Salär verliehen“ worden, sagt Peitz. Zehn Mitarbeiter seien vorübergehend in Bädern des Versorgers NEW tätig.

Nach jetzigem Stand liege der Bau im finanziell gesteckten Rahmen von 13,7 Millionen Euro. „Die Reserven sind noch nicht angeknabbert worden“, sagt Peitz. Seine Prognose: „Wir halten auch bei der kompletten Neugestaltung des Außengeländes unser Budget ein.“