Neusser Schlittschuh-Klub Großes Comeback auf dem Eis mit der Weihnachtsgeschichte

Neuss · Die Weihnachtsgeschichte nach Charles Dickens wurde zum Weihnachtswunder für den Neusser Schlittschuh-Klub. Rund 2500 Besucher strömten am ersten Adventssonntag zur Premiere in die Eissporthalle.

 Die Weihnachtsgeschichte nach Charles Dickens wurde zum Weihnachtswunder für den Neusser Schlittschuh-Klub.

Die Weihnachtsgeschichte nach Charles Dickens wurde zum Weihnachtswunder für den Neusser Schlittschuh-Klub.

Foto: Andreas Woitschützke

Am Sonntag fand die Premiere für das große Jubiläum beim Neusser Schlittschuh-Klub e.V. (NSK) in der Schlittschuhhalle statt. 1973 wurde die Neusser Eissporthalle eröffnet, seit 50 Jahren besteht auch der NSK und führt seither regelmäßig zu Weihnachten ein Eismärchen auf. Auf Grund der Pandemie gab es in den letzten Jahren jedoch eine längere Auszeit für die Eisläufer und die Besucher. Am Wochenende merkte man dann bei allen die deutliche Erleichterung und eine Riesenfreude, dass es endlich wieder losgehen konnte. Zum ersten Mal in der Geschichte des Klubs wurde das Weihnachtsmärchen auch als echte Eislaufrevue und als „Eislauf-Musical“ inszeniert und angekündigt.

Rund 2500 Besucher kamen am vergangenen Sonntag in die komplett ausverkaufte Eissporthalle, um an der Premiere teilhaben zu können. Unter ihnen auch Bürgermeister Reiner Breuer mit seiner Familie und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. In der Eissporthalle wird in diesem Jahr die Weihnachtsgeschichte frei nach Charles Dickens aufgeführt. Die Geschichte handelt von Ebenezer Scrooge, der im 19. Jahrhundert in London lebt. Herr Scrooge ist ein alter, reicher, gefühlskalter und geiziger Kaufmann, der glaubt, dass Reichtum das Wichtigste auf der Welt ist.

Scrooge wird überraschend
von drei Geistern besucht

Vor allem lehnt er das Weihnachtfest komplett ab und möchte es am liebsten allein ohne seine Familie und seine Freunde verbringen. In der Weihnachtsnacht wird Scrooge dann überraschend von drei Geistern besucht: Dem Geist der Vergangenheit, dem Geist der Gegenwart und dem Geist der Zukunft. Jeder Geist zeigt dem Alten, was der Geiz und seine Hartherzigkeit seinem Leben und seinem Umfeld angetan haben und noch immer antun. Am Ende der Nacht verwandelt sich der herzlose und geizige Kaufmann in einen großzügigen, barmherzigen Unterstützer der Armen und Bedürftigen. Eine Geschichte die bereits seit dem 19. Jahrhundert erzählt wird und jährlich kleine und große Menschen in ihren Bann zieht.

„Ich freue mich wahnsinnig, dass so viele Menschen hergekommen sind, um uns zuzuschauen“, sagt Alina Schrainer, die Hauptdarstellerin des Weihnachtsmärchens, die Ebenezer Scrooge auf dem Eis darstellt, freudestrahlend. „Seit über sechs Monaten haben wir jeden Tag nach unserer Arbeit, nach der Schule und unserem Studium mehrere Stunden auf dem Eis gestanden und geübt. Wir machen das alle nebenberuflich und als Hobby“, erklärt die Darstellerin weiter. Alina Schrainer steht bereits seit ihrem achten Lebensjahr auf dem Eis und hat schon immer von einer Hauptrolle geträumt. In den vergangen Jahren nahm sie bereits als Nebendarstellerin an zahlreichen Weihnachtsmärchen auf dem Eis teil.

Umso mehr hat sie sich gefreut, als die Zusage kam, dass sie den Alten spielen darf. „Das ist für mich überhaupt nicht klar und auch nicht selbstverständlich gewesen. Ich bin gerade erst 19 Jahre alt geworden und das ist eine wirklich große Rolle für mich“, freut sich Schrainer. Immer die Besten des jeweiligen Jahrgangs – und Leistungsstandes – haben die Möglichkeit, sich als Darsteller für das beliebte Weihnachts- märchen zu bewerben und ausgewählt zu werden. Die kleinsten Darsteller, die am Wochenende auf dem Eis standen, waren gerade einmal vier Jahre alt.

Über 120 Schlittschuhläufer standen am vergangenen Sonntag insgesamt auf dem Eis, um dem Publikum einen unvergesslichen Nachmittag zu bereiten. „Ich komme seit Jahren immer mit meiner gesamten Familie zum Eismärchen. Bei uns ist es schon eine feste Tradition. Wir waren wirklich traurig, dass es pandemiebedingt so lange ausfiel. Umso glücklicher sind wir jetzt, dass wir heute wieder hier sein können“, berichtet die Neusser Besucherin Inge Traudel-Schmitz, die samt Mann, Kindern und Enkelkindern am Wochenende die Show besuchte. „Ich glaube, das gab es noch nie, dass alle Karten restlos ausverkauft sind“, freut sich die Hauptdarstellerin. „Ich kann es noch gar nicht fassen, dass uns in den nächsten Wochen 15.000 Menschen zuschauen werden. Das freut uns alle sehr“.

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