Schirpenbach wird leitender Pfarrer

Schirpenbach wird leitender Pfarrer

Der Bonner übernimmt die Seelsorgebereiche Vollrather Höhe, Elsbach/Erft, Niedererft und Rommerskirchen-Gilbach.

Grevenbroich. In den katholischen Kirchen an Erft und Gilbach wurde am Wochenende eine Personalentscheidung des Kölner Erzbischofs Rainer Maria Kardinal Woelki verlesen: Dr. Meik Peter Schirpenbach wird zum 15. August seinen Dienst als neuer leitender Pfarrer aufnehmen. Er wird für die Pfarrbezirke Elsbach/Erft, Vollrather Höhe, Niedererft und Rommerskirchen-Gilbach mit mehr als 41.000 Katholiken zuständig sein. Diese Einheit wird damit die größte innerhalb des Erzbistums Köln sein.

Jos Houben, Pfarrer

Meik Peter Schirpenbach wurde im Mai 1971 in Leverkusen geboren. Er studierte Theologie, Philosophie sowie Kunstgeschichte in Bonn und im belgischen Leuven. Zum Priester geweiht wurde er 2003. Als Seelsorger wirkte der 45-Jährige bislang in Köln-Wahn, Frechen, Brühl und seit 2009 in Bonn als Stadtjugendseelsorger und als Pfarrvikar in der Innenstadtpfarre St. Petrus. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit war der Aufbau der Jugendkirche Campanile in der Bonner Altstadt.

„Sobald es Pfarrer Schirpenpach zeitlich möglich ist, wird er sich dem Seelsorgeteam, den Gremienvertretern und den Gläubigen vorstellen“, heißt es in dem Proklamandum des Erzbischofs, das in den heimischen Kirchen verlesen wurde. Wann der neue Pfarrer offiziell eingeführt wird, steht noch nicht fest. Der Termin werde zurzeit abgestimmt und in den Seelsorgebereichen rechtzeitig bekanntgegeben, heißt es.

Jos Houben, langjähriger Pfarrer für die Gemeinden rund um die Vollrather Höhe, hatte im Sommer vergangenen Jahres auch die Aufgabe des Pfarrverwesers in den beiden anderen Grevenbroicher Seelsorgebereichen übernommen. Mit dem Amtsantritt von Meik Peter Schirpenbach wird Houben diese leitende Funktion aufgeben und weiter mitarbeiten als Pfarrvikar in allen Seelsorgebereichen von Grevenbroich und Rommerskirchen. 2018 — dann ist er 70 Jahre alt — wird Jos Houben in den Ruhestand treten.

Was die Personalsituation in der Zukunft betrifft: Für Grevenbroich und Rommerskirchen gibt das Erzbistum Köln für die nächsten fünf Jahre eine Stellenzusage von mindestens sechseinhalb Priestern, einem Diakon sowie drei Gemeinde- oder Pastoralreferenten. Zur Entlastung sind darüber hinaus vier Verwaltungsleiter — also einer für jeden Seelsorgebereich — vorgesehen.

„Zurzeit sind wir personell noch überbesetzt“, sagt Pfarrer Jos Houben: „Das wird sich aber nach und nach abbauen.“ Wie sich die künftige Arbeit in den vier Bereichen gestalte, stehe noch nicht fest. „Wie stellen wir uns als Seelsorger auf, welche Wege können wir gehen, wie leben wir Kirche und wie sieht sie in der Zukunft aus? Das sind Fragen, die uns zurzeit intensiv beschäftigen“, sagt Houben. Schon heute könne nicht mehr in jeder Kirche an jedem Wochenende ein Gottesdienst gefeiert werden.

In Zukunft werde sich diese Situation aber noch verschärfen, sagt Houben: „Es wird zu einschneidenden Veränderungen kommen.“ Sein Bild: „Wir müssen sehen, dass wir das Schiff Grevenbroich gut durch die schmale Erft bekommen — in der es viel zu viele Wehre gibt.“