Bildung im Rhein-Kreis Neuss Förderschulen im Kreis haben Platzprobleme

Rhein-Kreis · Der Rhein-Kreis möchte einen Neubau im Neusser Süden prüfen.

 Tillmann Lonnes ist Dezernent für Kultur und Schule beim Rhein-Kreis Neuss.

Tillmann Lonnes ist Dezernent für Kultur und Schule beim Rhein-Kreis Neuss.

Foto: Rhein-Kreis/Andreas Baum

Den problematischen Raumbedarf der Schulen mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung stellte der Schuldezernent Tillmann Lonnes bei der Sitzung des Schul- und Bildungsausschusses dar. Mittelfristig prüfe der Rhein-Kreis Neuss die Möglichkeit, im Neusser Süden eine neue Schule zu bauen. Dann würde das Grundstück der Schule am Nordpark an die Stadt Neuss gehen und könnte als Wohngebiet genutzt werden.

Doch damit ist die akute Raumnot zu Beginn des neuen Schuljahres nicht behoben. Derzeit zeichnet sich ab, dass mit den derzeit vorhandenen Plätzen in den GE-Förderschulen am Nordpark (Neuss), Mosaik (Grevenbroich) und Sebastianus (Kaarst) die Nachfrage nach dieser Schulform nicht befriedigt werden kann. Die Zahl der Förderschüler im Rhein-Kreis ist in den vergangenen Jahren gestiegen – vom Schuljahr 16/17 mit 1361 Schüler auf 1390 im Schuljahr 20/21. Trotz der ergriffenen Maßnahmen sind die räumlichen Kapazitäten in den Förderschulen Mosaik, Sebastianus und Schule am Nordpark ausgeschöpft.

In der Schule am Nordpark und der Sebastianusschule wurden bereits Fachräume in Klassenräume umgewandelt und an der Mosaik-Schule soll der vorhandene Container mit einem Wasser- und Abwasseranschluss versorgt werden. Dann wäre ein zusätzlicher Klassenraum mit Nebenraum gewonnen. An der Sebastianusschule wurde ein Container zur Unterbringung von Fachräumen bereits aufgestellt, dieser kann als Werkraum und Therapieraum genutzt werden. Der zum 1. August notwendige zusätzliche Klassenraum könnte durch Umwandlung des Speiseraums in einen Klassenraum mit Nebenraum erfolgen. Dies sei eine kurzfristige Lösung, da der Raum bisher als Mensa, Konferenzraum und Veranstaltungsraum genutzt wurde. Der für den Umbau notwendige Nutzungsänderungsantrag wurde Ende April bei der Stadt Kaarst eingereicht, so dass die Umbaumaßnahme voraussichtlich bis zum Ende der Sommerferien umgesetzt sein wird.

An der Schule am Nordpark könnte die Schaffung eines zusätzlichen Klassenraumes durch einen Container erreicht werden, der auf dem Parkplatz aufgestellt würde. Allerdings stünden auf Grund der hohen Nachfrage zur Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen Container-Kapazitäten auf dem Markt nur begrenzt und mit sehr langen Lieferzeiten zur Verfügung. Um das Raumproblem kurzfristig zum Schuljahr 2022/2023 zu lösen, wird der Speiseraum zu einem Mehrzweck- und Differenzierungsraum umgewandelt.

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