1. NRW
  2. Rhein-Kreis Neuss
  3. Neuss

Rhein-Kreis Neuss: 17,2 Millionen Euro für preisgünstigen Wohnraum

Wohnungsbau im Rhein-Kreis Neuss : 17,2 Millionen Euro für günstigen Wohnraum

Doch die kompletten Fördermittel des Landes wurden 2019 nicht ausgeschöpft.

. Die Wohnraumförderung des Rhein-Kreises hat vergangenes Jahr rund 17,2 Millionen Euro Landesmittel zur Förderung von preisgünstigem Wohnraum bewilligt. Damit kann der Bau von 164 Wohneinheiten gefördert werden. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke betont, dass mit der Förderung ein „Beitrag zur Schaffung von preisgünstigem Wohnraum in unserem Kreis“ geleistet wird. Die Fördermittel verteilen sich wie folgt: Nach Neuss flossen im vergangenen Jahr neun Millionen Euro für 91 Wohneinheiten, Korschenbroich profitierte mit 3,3 Millionen Euro für 27 Wohneinheiten. In Meerbusch wurden 2,7 Millionen Euro für 27 Wohneinheiten abgerufen, in Dormagen 962 000 Euro für zehn Einheiten. In Grevenbroich waren es 560 000 Euro für fünf Wohneinheiten, in Kaarst 340 000 Euro für zwei Wohneinheiten und in Jüchen 225 000 Euro für zwei Wohneinheiten. In der Gemeinde Rommerskirchen gab es keinen bewilligten Förderantrag.

Allerdings wurde das vom Land für 2019 zur Verfügung gestellte Förderbudget in Höhe von 26,4 Millionen Euro nicht ausgeschöpft. Das bedauert Petrauschke. „Wir haben im Rhein-Kreis einen hohen Bedarf an preisgünstigem Wohnraum. Um diesen zu decken, stehen ausreichend Fördermittel zur Verfügung“, meint er. Petrauschke weist darauf hin, dass noch nie ein Antrag wegen nicht ausreichender Fördermittel abgelehnt worden sei. Die Wohnraumförderung des Rhein-Kreises berät Bauherren unter der Rufnummer 02181/6016363.

Da erheblicher Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum besteht, muss sich im Rhein-Kreis etwas tun. Man benötige „in weiten Teilen des Kreises einen Akteur, der sich gezielt um die Schaffung von preisgünstigem Wohnraum kümmert“, betont Petrauschke. „Der Kreis ist gewillt, sich einzubringen.“ Bislang verfüge nur die Stadt Neuss über eine eigene Wohnungsbaugesellschaft. Petrauschke ist sich mit Rommerskirchens Bürgermeister Martin Mertens einig: „Die Zahlen zeigen erneut, dass auf dem Wohnugsmarkt etwas passieren muss.“ Spielraum sei vorhanden. „Der neue Regionalplan sieht umfangreiche Flächen für Wohnungsbau vor, weitere sind bereits in Planung. Diese gilt es nun umzusetzen“, so Petrauschke. Er ist auch Vorsitzender des für die Aufstellung des Regionalplans zuständigen Regionalrats
Düsseldorf. Red

(NGZ)