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„Pro O“ verteidigt die geplante Ortsumgehung

„Pro O“ verteidigt die geplante Ortsumgehung

Die Bürgerinitiative stellt sich gegen die Facebook-Gruppe „Nein zur L 361n“.

Kapellen. „Es gibt zurzeit keine andere Möglichkeit als diese Ortsumfahrung“, erklärte Leo Krüll, Sprecher der Bürgerinitiative „Pro O“ gestern. Er reagiert damit auf die Facebook-Gruppe „Nein zur L 361n“, die sich für Alternativen zur Umgehungsstraße einsetzt.

Die Vorschläge der Gruppe seien schon vor Jahren durchgefallen, so Krüll: „Die ,Westumgehung 2.0’ wurde bereits 2000 vom Planungsausschuss der Stadt verworfen.“ Da diese Variante durch das Kapellener Neubaugebiet führten sollte, sei die Umgehung mit ortsnaher Trassenführung favorisiert worden, die nicht durch das Landschaftsschutzgebiet „An der Schwarzen Brücke“ führe.

Zudem biete die erste Variante keine Nord-Süd-Verbindung zur Entlastung der Durchfahrtsstraßen. „Sie verläuft parallel zur A 46 und würde den Verkehr von Kapellen und Wevelinghoven nach Noithausen und die angrenzenden Stadtteile verlagern und eine Belastung der Bürger im Neubaugebiet Kapellen mit sich bringen“, meint Krüll. Die Streckenführung sei durch die Kreisverkehre für den Schwerlastverkehr ungeeignet, zudem würde für die Trasse „eine immens teure Brückenkonstruktion über die Bahnlinie erforderlich werden“.

Alle anderen Vorschläge der Facebook-Gruppe seien bereits in einem Forderungskatalog an die Stadt gerichtet worden. „Aus verschiedenen Gründen war der Großteil der geforderten Maßnahmen nicht durchführbar“, sagt Krüll. „Straßen NRW hat klipp und klar festgestellt, dass er weder Tempo 30 am Tag noch ein dauerhaftes Lkw-Fahrverbot genehmigen werde.“

95,4 Prozent der Anwohner an den Durchgangsstraßen von Kapellen und Wevelinghoven hätten sich bei einer 2013 von „Pro O“ gestarteten Umfrage für den Bau der L 361n ausgesprochen. „Wir fordern keine Umweltzerstörung“, sagt Krüll: „Unsere Initiative setzt sich aktiv für die positive Entwicklung und den Erhalt der Lebensqualität in unseren Orten ein.“ Gefährdungen durch Verkehr, Lärm und Luftverschmutzung sollen abgewendet werden. Red