Pokal: Crash Eagles reisen nach Freiburg

Pokal: Crash Eagles reisen nach Freiburg

Am Sonntag tritt der Deutsche Meister im Breisgau an. Die lange Anfahrt ist eine Hürde.

Kaarst. Freiburg ist ein hoch attraktive Reiseziel. Die Universitätsstadt im Schwarzwald ist für ihr mildes Klima und das wiederaufgebaute, von kleinen Bächen durchzogene mittelalterliche Stadtzentrum bekannt. Auch die Schweiz und das Elsass liegen direkt vor der Haustüre, bis Italien sind es keine vier Stunden. Allerdings ist die heitere Münsterstadt auch die Heimat der Breisgau Beasts — und genau da fangen die Probleme der Crash Eagles Kaarst an. Denn der Deutsche Meister im Skaterhockey muss am Sonntag (Anpfiff 15 Uhr) im Viertelfinale des Pokalwettbewerbs in der Freiburger Jahnsporthalle ran. Das heißt: 478 Kilometer hin und hinterher wieder 478 Kilometer zurück. An guten Tagen ist das in knapp vier Stunden zu schaffen. Spaß macht das indes nicht.

„Doch nicht nur die weite Anfahrt stellt für uns eine hohe Hürde dar“, sagt Trainer Georg Otten. Ein Blick auf die Facebookseite der Beasts verrät: Für die Hausherren ist das Duell mit dem Adlern „das Spiel des Jahres“, das der Zweitligist nur allzu gerne mit einer „Pokalsensation“ krönen würde. Im Süden belegt der ehemalige Erstligist aktuell zwar nur Platz sechs, doch vor heimischem Publikum sind die Jungs um Teamleiter Dirk Müller eine Macht: Die IVA Rhein Main Patriots fertigten Vincent Schlenker, Alexander Kinderknecht & Co. mit 11:5 ab, Deggendorf Pflanz mit 8:4 und die Blue Arrows Sasbach sogar mit 12:2. Nur gegen den Tabellenführer HC Merdingen setzte es eine deutliche 6:15-Niederlage. Otten: „Wir tun gut daran, die Freiburger nicht zu unterschätzen.“ Mit Erleichterung hat er registriert, dass Top-Stürmer Thimo Dietrich wieder mit im Bus sitzen wird. Der mit 44 Punkten hinter Dominik Luft von den Rockets Essen (46) zweitbeste Scorer des Oberhauses fehlte zuletzt in der Liga. Auch der zu Saisonbeginn aus Duisburg zurückgekehrte Nationalspieler André Ehlert ist endlich wieder einsatzfähig. Dafür fallen Felix Wuschech und Christian von Berg aus.