Plötzlicher Herztod - Herzwochen Neuss geben Tipps für den Ernstfall.

Auftakt am Mittwoch (13.) in Neuss : Veranstaltungswoche informiert über plötzlichen Herztod

Fachärzte stehen an sechs Abenden Rede und Antwort.

Er berührt die Urangst des Menschen, der daher das Thema gern tabuisiert: der plötzliche Herztod. Er kann jederzeit überall jeden ereilen. Ohne Vorwarnung bricht ein Mensch zusammen, wird bewusstlos, das Herz stockt, der plötzliche Herztod tritt ein. Experten sprechen deutschlandweit von 65 000 Fällen pro Jahr. Wenn es junge, austrainierte Sportler trifft, produziert der dramatische Vorfall Schlagzeilen. Weitaus gefährdeter sind Menschen mittleren und höheren Alters. Männer sind dreimal so oft betroffen wie Frauen.

Der plötzliche Herztod ist ein unpopuläres Thema. Dennoch, oder gerade deshalb, haben die Organisatoren der sogenannten Herzwochen ihre Veranstaltungsserie in diesem Jahr dem bedrohlichem Ereignis gewidmet, über das relativ wenig gesprochen wird. Dabei geht es natürlich auch um Fragen der Prävention, der „Vorboten“, der Ersten Hilfe und Lebensrettung sowie der Therapie nach überlebtem plötzlichen Herztod.

Gastgeber der sechs Herzwochen-Veranstaltungen hierzulande – in Neuss, Korschenbroich, Meerbusch, Kaarst, Dormagen und Grevenbroich – ist die Deutsche Herzstiftung im Rhein-Kreis Neuss, die in diesem Fall mit dem Rheinland Klinikum kooperiert. An den verschiedenen Standorten sind immer niedergelassene Kardiologen vor Ort als Referenten eingebunden. Die Organisatoren erwarten deutlich mehr als tausend Besucher bei den insgesamt sechs Terminen bis zum März nächsten Jahres. Zur Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 13. November (18 Uhr, Sparkasse-Forum, Michaelstraße), in Neuss wird Bürgermeister Reiner Breuer als Schirmherr ein Grußwort sprechen.

Wer im Ernstfall richtig handelt,  kann Schaden abwenden

Mentor und Motor der viel beachteten Veranstaltungsreihe ist Professor Michael Haude, seit mehr als dreizehn Jahren Chefarzt der Medizinischen Klinik I am Lukaskrankenhaus in Neuss, das mit den Rhein-Kreis Kliniken in diesem Jahr zum Rheinland Klinikum fusioniert wurde, das zu den zehn größten kommunalen Krankenhäusern in Deutschland zählt. Haudes Ziel ist es, bei den Menschen ein Bewusstsein für Lebensrisiken und Lebensmöglichkeiten zu schaffen.

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