Baugenehmigung für Pierburg-Areal Neuss Epson präsentiert sich künftig in Neuss

Neuss/Meerbusch · Mit der erteilten Baugenehmigung kann die Bema-Gruppe anfangen, den zweiten Bauabschnitt zu entwickeln.

 Neuentwicklungen und industrielle Anwendungen präsentiert Epson künftig in einem „Showroom“ in Neuss, der auch Schulungsort sein wird.

Neuentwicklungen und industrielle Anwendungen präsentiert Epson künftig in einem „Showroom“ in Neuss, der auch Schulungsort sein wird.

Foto: (c) bema Gruppe, Konzept_3D, Wismar

Der japanische Technologie-Konzern Epson bekommt in Neuss ein neues Schaufenster. Auf dem ehemaligen Pierburg-Areal an der Stadtgrenze zu Düsseldorf entsteht ab dem Sommer ein „Industrial Solution Center“, in dem Epson Deutschland gewerblichen Kunden seine Neuentwicklungen in ihrer direkten Anwendung präsentieren kann. Bislang betreibt das Unternehmen zwei solche „Showrooms“, nämlich in Meerbusch und Ratingen. Die sollen nun unter einem Dach zusammengezogen werden.

Gebaut wird das neue Center von der Bema-Gruppe, einem Projektentwickler aus Düsseldorf. Fertig soll das Center im Herbst 2025 sein und dann auf 2600 Quadratmetern Fläche neben der Ausstellung auch Büros und Schulungsräume bieten.

2014 hatte Bema das mehr als fünf Hektar große Gesamtareal erworben, um auf der Industriebrache ein gemischt genutztes Quartier zu entwickeln. 70 Prozent der Fläche sind für den Wohnungsbau vorgesehen, der Rest für gewerbliche Nutzungen. Von insgesamt 470 neuen Wohnungen werden bis Ende 2025 die ersten 104 fertig. Mit ihrem Bau hat das Gelsenkirchener Unternehmen Vivawest bereits begonnen. Den Anfang hatte Bema mit dem Bau eines 2019 eröffneten Hotels und eines viergeschossigen Bürogebäudes gemacht. Beides entstand an der Düsseldorfer Straße. Nun setzt Bema am westlichen Rand des Pierburg-Geländes an, wo entlang der Leuschstraße mehrere Baufelder für Gewerbe ausgewiesen wurden. Bema hatte gegenüber der Stadt im September erklärt, in einem davon ein Nahversorgungszentrum mit Quartiersgarage vorzusehen. „Mit dem zweiten Bauabschnitt ergeben sich auch für andere gewerbliche Nutzer Möglichkeiten zur Ansiedlung“, betont Projektleiterin Lydia Trucksess.

Für Epson Deutschland hat der Neubau mit hohen ökologischen Standards auch mit Markenbildung zu tun. 1979 in Meerbusch gegründet, hat die Deutschland-Sparte des Konzerns mit 290 Beschäftigten im vergangenen Juli in Düsseldorf-Heerdt eine neue Firmenzentrale bezogen, die in unmittelbarere Nähe zum neuen „Industrial Solution Center“ liegt.

Großformatige Druckmaschinen, die bisher im Center Meerbusch gezeigt werden, finden sich dort dann neben Robotern, Projektoren oder Geräten zum Etikettendruck, die bisher in Ratingen präsentiert werden.

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