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Ostereiersuche auf der Rennbahn

Ostereiersuche auf der Rennbahn

Trotz des Regens kamen viele Besucher zur Ostereiersuche auf die Rennbahn. Kritik an der Organisation.

Neuss. Schon vor der offiziellen Eröffnung der Ostereiersuche auf der Neusser Rennbahn tummelten sich gestern Erwachsene und Kinder, witterungsgerecht mit Gummistiefeln und Regenkleidung ausgestattet, auf dem Gelände. Neuss Marketing hatte dort 1000 bunte Plastikeier versteckt. Wer eines fand, konnte es gegen ein hart gekochtes Osterei oder andere Preise eintauschen.

Mit großem Eifer machten sich die Kinder auf die Suche, doch nicht selten vergeblich. Kein Glück hatte auch Frank Gilles’ Töchterchen Lina (2). „Wir waren fünf Minuten vor 11 Uhr hier, da kamen uns schon die ersten Familien mit gefüllten Tüten entgegen. Das ist nicht richtig so.“ Ähnlich erging es der dreijährigen Linelle Dineßin, die mit ihrer Mutter Meike extra aus Glehn anreiste. „Wir sind schon ein bisschen frustriert. Die kleinen Kinder haben keine Chance, Eier zu finden“, meinte Meike Dineßin.

Glück hatten dagegen Paul Jung und sein Freund Stephan Lucas Damas. Die Achtjährigen hatten um kurz nach 11 Uhr schon mehr als zehn Eier gefunden. „Die meisten lagen auf der Wiese am Eingang“, erzählten die Münsterschüler stolz.

Eventmanager Dustin Thissen hatte ganzen Einsatz gezeigt und alle Eier am Sonntagabend gemeinsam mit nur einem Helfer versteckt. Doch die Organisation der Suche bekam schlechte Noten. Man müsse die Regeln überarbeiten, meinte beispielsweise Frank Gilles. Eine bessere Kontrolle des Starttermins und eine Beschränkung auf höchstens fünf Eier pro Kind würden viele Besucher für fair halten. Normal schien gestern eher, dass Familien mit zwei Kindern bis zu 50 Eier zum Umtausch brachten.

Dass der Park als Freizeitstätte mit der Aktion neue Freunde finden konnte, schien eher unwahrscheinlich, wie aus Kommentaren in der Warteschlange zum Eierumtausch zu erfahren war. Der Park sei zu unattraktiv und im eigenen Wohnumfeld gebe es attraktivere Freizeitangebote, hieß es. Immerhin wurden das Volleyballfeld und die Frisbee-Anlage als gut eingestuft.