Ordnungsamt plant einen neuen Standort am Bahnhof

Ordnungsamt plant einen neuen Standort am Bahnhof

Das soll die angespannte Situation in dem Viertel verbessern.

Grevenbroich. Dass im Bahnhofsquartier nicht alles zum Besten steht, ist bekannt. So gibt es im Umfeld des Bahnhofs immer wieder Treffen von Suchtkranken, die Schließung der öffentlichen Toiletten hat nicht gerade zu einer Verbesserung der Situation beigetragen. Demnächst könnte sich aber etwas ändern, denn die Stadt plant die Einrichtung eines Ordnungsamt-Standortes, wo jetzt die Taxi-Zentrale untergebracht ist.

Dort sollen, so erklärt Dezernent Claus Ropertz, drei Arbeitsplätze eingerichtet werden. Bürger können sich direkt an die Mitarbeiter wenden. Nebeneffekt: Wenn im Bahnhofsumfeld ständig Ordnungsamtsmitarbeiter unterwegs sind, könnte sich dies auch auf den Treff der Suchtkranken auswirken. Allerdings, so betont Ropertz, geht es nicht um eine Verdrängung dieser Gruppe, die dann vermutlich an einem anderen Ort der Stadt wieder auftauchen würde. Vielmehr sollen Angebote gemacht werden, die zu einer Lösung für die Suchtkranken und die Anwohner führen.

Wie solche Angebote aussehen könnten, ist eines der Themen, die beim 2. Bürgerforum im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) diskutiert werden sollen. Das findet am Dienstag, 8. November, um 18.30 Uhr im Bernardussaal am Alten Rathaus statt. Im Mittelpunkt stehen diesmal das Bahnhofsquartier und das Montzviertel. Derzeit sind Wolfgang Haensch vom Innenstadtmanagement und Dorothea Rendel, Fachbereichsleiterin Stadtplanung/Bauordnung, intensiv darum bemüht, möglicht viele Anwohner, Geschäftsleute und Eigentümer einzuladen. Dafür verteilten sie mit Mitarbeitern — darunter auch jemand, der Türkisch sprechen kann — Broschüren in deutscher und türkischer Sprache im betreffenden Stadtgebiet. „Das kam gut an“, berichtet Haensch. Im Mittelpunkt des Bürgerforums stehen die Themenfelder „Miteinander im Quartier“, „Sicherheit und Sauberkeit“, „Einzelhandel und Dienstleistungen“ sowie „Immobilien“.

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