Notfallseelsorger freuen sich über neuen Einsatzwagen

Notfallseelsorger freuen sich über neuen Einsatzwagen

Das Fahrzeug wurde in einem Gottesdienst feierlich eingesegnet.

Neuss. Wenn die Seele in einer Ausnahmesituation erste Hilfe braucht, ist die im Rhein-Kreis-Neuss tätige ökumenische Notfallseelsorge zur Stelle, die von der katholischen und evangelischen Kirche getragen wird. Damit die Seelsorger auch in Zukunft möglichst schnell zur Stelle sind, wurde im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes am Donnerstagabend in der evangelischen Dietrich-Bonhoeffer-Kirche ein neues Einsatzfahrzeug gesegnet.

Angelika Ludwig, Leiterin der Notfallseelsorge

„Das 2012 eingeweihte war 150 000 Kilometer gefahren, hatte teure Reparaturen nötig und wurde in Zahlung gegeben“, erklärt die evangelische Pfarrerin Angelika Ludwig als leitende Notfallseelsorgerin. In gleicher Funktion ist von katholischer Seite seit anderthalb Jahren Gregor Ottersbach dabei. Koordiniert werden die Einsätze — 180 waren es im Jahr 2017 — von Peter Zimmermann, der sich nach vielen Jahren im Rettungsdienst der Notfallseelsorge angeschlossen hat, um sich so noch besser um betroffene Angehörige und Hinterbliebene kümmern zu können.

Weitere Kräfte der Einsatzbearbeitung und psychologische Beratung unterstützen das Team. Das neue Auto vom Typ Ford Tourneo Custom verfügt über Schiebetüren rechts und links für problemloses und gefahrloses Einsteigen, gegenüberliegende Sitze bieten sich für Gespräche an und abgedunkelte Scheiben sorgen für Privatsphäre. In zusätzlich eingebauten Schränken werden Materialien wie Einsatz-Jacken und Westen, Getränke und Tröster in Form von Kerzen, Engelsfiguren und Teddybären untergebracht.

Die Finanzierung wurde von beiden Konfessionen zu gleichen Teilen getragen. Hinzu kamen Spenden aus den Gemeinden, von Privatpersonen oder aus feierlichen Anlässen wie zuletzt das silberne Priesterjubiläum von Pfarrer Ottersbach. Gefahren wird das neue Auto von ehrenamtlich tätigen Assistenten, die über viel Erfahrung im Rettungsdienst verfügen. Das Auto steht immer beim jeweils Diensthabenden. „Wir gehen als Christen in den Einsatz, getragen von unserem Glauben, nicht um zu missionieren, sondern um an Menschen in Not etwas weiterzugeben“, so Ludwig.