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Neusser Autosalon: Anfassen ist nicht verboten

Neusser Autosalon: Anfassen ist nicht verboten

Zufriedene Gesichter bei Besuchern und Händlern nach dem Neusser Autosalon.

Neuss. Am Wochenende fand zum 44. Mal der Neusser Autosalon statt. Die Sparkasse Neuss hat mit dieser Messe-Veranstaltung die wesentliche Plattform für den Automobilhandel in der Region etabliert und es geschafft, 20 heimische Neuwagenhändler zusammenzubringen, die in der Stadthalle wieder rund 100 Modelle präsentierten.

Wie in jedem Jahr war der Samstag noch etwas mau. Wer schon den ersten Tag für seinen Besuch nutzte, hatte meist konkrete Ziele im Blick — und ist ein echter Autofan, wie die 17-jährige Auszubildende Sandra Jurkow aus Rosellen.

„Ich war schon als Kind ein großer Fan von Autos, seit zwei Jahren hat sich dieses Interesse noch vergrößert. Besonders Audi und BMW interessieren mich“, erzählte sie und nahm in einem BMW Cabrio zur Probe hinter dem Steuer Platz.

Leisten kann sie sich ein solches Gefährt nicht, und auch der Führerschein steht noch auf ihrer Wunschliste. Dennoch war sie begeistert vom Autosalon, bei dem sie ihren automobilen Träumen ganz nahe kommen durfte.

Anschauen, anfassen, reinsetzen und träumen, das war fast immer möglich, denn die Mitarbeiter der Aussteller hielten sich bewusst zurück und beschränkten sich auf Beratungen. Ein großer Reiz des Neusser Autosalons liegt in der Nähe, die der Besucher zu den Exponaten hat. Nur ganz wenige Schaustücke waren abgeschlossen oder sogar nur hinter eine Abgrenzung zu bestaunen. Diese waren dann aber auch Teil des Rahmenprogramms, das die Sparkasse konzipiert hatte.

Exklusive Fahrzeuge wie der erfolgreichste Tourenwagen aller Zeiten, der BMW M3, ein legendärer Ford Sierra Cosworth sowie wunderschöne Klassiker oder auch aktuelle Traum-Sportwagen wie der brandneue Ferrari F12 Berlinetta mit 740 PS rundeten das Bild ab.

Für die Besucher des Neusser Autosalons gab es auch einige Vorpremieren zu entdecken, bei denen sportliche Kleinwagen mit umfangreichen Ausstattungspaketen glänzten.

So hatte Dahlmann den neuen Opel Adam im Gepäck, der neben sportlicher Optik und sparsamen Verbrauchswerten auch mit einer Sonderausstattungen punkten konnte: Ein LED-Fahrzeughimmel hob den potenziellen Fahrer in höhere Sphären. Mindestens ebenso sportlich konnte Ford mit der Vorstellung des neuen Fiesta ST auftrumpfen. Toyota und Hyundai setzten ihre Modelle I30 Coupé und Verso dagegen.

Dass die aktuellen Fahrzeugmodelle wieder sparsamer und umweltfreundlicher geworden sind, zeigte der Blick auf die Produkttafeln. Voll- und Teilhybrid sowie E-Wagen wurden nicht mehr als exotisch wahrgenommen, sondern behaupteten ihren festen Platz unter den Pkw-Modellen.

Für die Aussteller stand am Sonntag jedenfalls fest: „Hier muss man einfach dabei gewesen sein, sonst vergessen die Kunden, dass es uns gibt“, sagte ein Aussteller. Große Vertragsabschlüsse wurden zwar nicht getätigt, davon war aber auch kein Händler wirklich ausgegangen.