Wetthalle Neuss Satire auf Politik und Unterhaltung

Neuss · Der Stunk 2024 des Theaters am Schlachthof trägt den Titel „Sturm im Altbierglas“. Ein solcher entsteht nämlich, als den Leistenbroichern der Rosenmontagsumzug verboten wird.

 Wie bei jedem Stunk gibt es auch diesmal eine Szene, in der Politik und Ironie sich die Hand reichen. Sie ist der Pumuckl-Sendung entlehnt, wobei dieser Pumuckl (Lehmann) bei „Meister Söder“ (Spörckmann) wohnt.

Wie bei jedem Stunk gibt es auch diesmal eine Szene, in der Politik und Ironie sich die Hand reichen. Sie ist der Pumuckl-Sendung entlehnt, wobei dieser Pumuckl (Lehmann) bei „Meister Söder“ (Spörckmann) wohnt.

Foto: Andreas Woitschützke

Ungewöhnlich ist das allemal: Der Regisseur klettert auf die Bühne. Und muss sich vom Publikum helfen lassen. Nicht beim Erklettern, sondern beim Erklären. Denn Martin Maier-Bode erzählt von den widrigen Umständen, unter denen das Ensemble den Stunk 2024 („Sturm im Altbierglas“) in der Wetthalle proben musste, fängt mit der Corona-Heimsuchung an, hört mit den „olfaktorischen“ (wegen eines Rohrbruchs) Bedingungen hinter der Bühne auf. Und er sagt Ischl statt Ischgl. Da kennt er aber die Skifahrer unter den Zuschauern schlecht ... Die teilweise bunt kostümierten Gäste lassen sich von Maier-Bode nicht lange bitten („Schunkeln und klatschen Sie!“) und bejubeln fast jede der folgenden Szenen.