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Neuss: Ordnungsamt zieht positive Bilanz nach Schwerpunktkontrollen

Bilanz des Neusser Ordnungsamtes : Hohe Präsenz an Problemorten

In einem Schreiben an Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hat Bürgermeister Reiner Breuer angekündigt, eine Einschätzung zur Sicherheitslage in Neuss aus Sicht des Ordnungsamtes zu geben. Diese liegt nun vor.

Der Kommunale Service- und Ordnungsdienst (KSOD) der Stadt Neuss hat jetzt einen Überblick über seine Sonderkontrollen und -einsätze vorgelegt.

Daraus geht auch hervor, wie sehr sich die Arbeit durch das Coronavirus verändert hat. An manchen Orten habe die Präsenz bereits zu einer Verbesserung der Situation geführt, an anderen herrscht weiterhin Handlungsbedarf.

Hafenpark/Pierburgbrücke

Der Bereich wird von Anwohnern und Nutzern immer wieder als „Problem-Ecke“ benannt. Der KSOD bestätigt, dass Hafenpark und Pierburgbrücke aktuell in den Abendstunden und an den Wochenenden regelmäßig als Treffpunkt junger Personengruppen genutzt wird. Dort werde nicht nur gegen das Landesimmissionsschutzgesetz und die Corona-Schutzverordnung verstoßen, sondern es würden regelmäßig große Mengen Müll hinterlassen. Der Bereich werde mehrfach wöchentlich gemeinsam von KSOD und Polizei begangen und kontrolliert. Bei der Reinigung gebe es Unterstützung durch die Abfall- und Wertstofflogistik Neuss GmbH (AWL).

Straßenbahnhaltestelle Stadthalle

Dort gibt es regelmäßig Meldungen von offenem Drogenkonsum und -handel. Konfliktschlichtung rund um die Straßenbahnhaltestelle gehört laut Ordnungsdienst zur „alltäglichen Arbeit“. Regelmäßige Kontaktaufnahme mit den wiederkehrend anzutreffenden Personengruppen hätten zu einer „Beruhigung der Lage geführt“, was sich allerdings wohl nicht mit Berichten von Anwohnern und regelmäßigen Nutzern der Haltestelle deckt. Bestreift werde das besagte Gebiet regelmäßig zusammen mit der
Kreispolizei.

ZUE Stresemannallee

Der Bereich und das unmittelbare Umfeld der ZUE werden laut Stadtverwaltung vom KSOD täglich bestreift. Um die Vorgaben der Corona-Schutzverordnung zu gewährleisten, stünden die Mitarbeiter im engen und regelmäßigen Austausch mit der Leitung der Einrichtung. Dieses Vorgehen habe sich als besonders positiv erwiesen, als Infektionsfälle in der Einrichtung diagnostiziert wurden.

Rheinauen

Die corona-bedingten Kontaktverbote sowie die Schließung der Gastronomie haben den Rheinauen laut Stadt zu „neuer Attraktivität“ verholfen. Die Auen würden von überdurchschnittlich vielen Personen für ausgedehnte Spaziergänge und Treffen genutzt. Es seien regelmäßig größere Personengruppen vorzufinden. Seit dem 21. März wird dort täglich eine zweiköpfige Fahrradstreife eingesetzt, die die Situation vor Ort entspanne.

Insel Hombroich/Raketenstation

Das Gebiet habe sich in den ersten Monaten der Corona-Pandemie immer wieder als beliebter Treffpunkt für Jugendliche hervorgetan. Dort seien vor allem an den Wochenenden regelmäßig Sondereinsätze gemacht worden, um Ansammlungen größerer Menschenmengen aufzulösen, heißt es seitens der Stadt Neuss.