Sorgen im „Norfer Treff“ in Neuss „Ohne Nachfolger droht die Insolvenz“

Neuss · Seit rund zehn Jahren führt Thomas Klemcyk den „Norfer Treff“ an der Geibelstraße. Aus gesundheitlichen Gründen muss er zum Jahresende aufhören. Wenn er bis dahin keinen Nachfolger findet, droht ihm ein bitteres Szenario.

 Thomas Klemcyk in seiner Gaststätte „Norfer Treff“ in der Geibelstraße. „Es geht einfach nicht mehr“, sagt der 58-Jährige.

Thomas Klemcyk in seiner Gaststätte „Norfer Treff“ in der Geibelstraße. „Es geht einfach nicht mehr“, sagt der 58-Jährige.

Foto: Simon Janßen

Es ist eine der letzten klassischen Bierkneipen im Ort – und nun droht dem „Norfer Treff“ an der Geibelstraße das Aus. Inhaber Thomas Klemcyk steht nun vor zwei Szenarien: „Entweder ich finde bis zum Jahresende einen Nachfolger oder ich muss Insolvenz anmelden“, so der 58-Jährige. Freiwillig hört er nicht auf – aber aus gesundheitlichen Gründen sei er gezwungen, die Reißleine zu ziehen. „Es geht einfach nicht mehr“, sagt der Gastronom, der die Kneipe vor rund zehn Jahren übernahm, zunächst mit einem Partner, ab 2017 schließlich alleine. Die Sachlage, die Klemcyk derzeit in Bredouille bringt: Sein Pachtvertrag läuft noch bis 2026. „Und ich komme da leider nur vorzeitig heraus, wenn ich jemanden finde, der den Norfer Treff übernimmt.“ Der zuständige Immobilienverwalter bestätigt: „Nach Rücksprache mit dem Eigentümer haben wir ein Entgegenkommen bei einer möglichen Nachfolge-Regelung gezeigt“, sagt er. Man könne allerdings nicht einfach eine noch zwei Jahre laufende vertragliche Bindung beenden.